Trump, Moskau

Trump droht Moskau mit Sanktionen - warnt vor «harter Tour»

22.01.2025 - 18:01:06

Donald Trump sagt, er liebe die Russen und habe immer ein sehr gutes VerhÀltnis zu Wladimir Putin gehabt. Nun droht der US-PrÀsident seinem russischen Kollegen mit Sanktionen.

US-PrĂ€sident Donald Trump droht Russland wegen des Ukraine-Kriegs mit Sanktionen. Auf der von ihm mitbegrĂŒndeten Onlineplattform Truth Social forderte Trump vom russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin: «Stoppen sie diesen irrwitzigen Krieg. Es wird nur schlimmer.» Sollte es nicht bald eine Lösung geben, bliebe ihm nichts anderes ĂŒbrig, «als hohe Steuern, Zölle und Sanktionen auf alles anzuordnen, das Russland an die USA und andere teilnehmende Staaten verkauft.» Was er genau mit anderen teilnehmenden Staaten meinte, ging aus dem Post nicht hervor. 

«Es geht mir nicht darum, Russland weh zu tun», schrieb Trump. «Ich liebe das russische Volk und hatte immer ein gutes VerhÀltnis zu PrÀsident Putin (...).» Es sei Zeit, «einen Deal zu machen». «Wir können es auf die einfache oder auf die harte Tour machen», so Trump weiter.

Zuvor hatte sich der US-PrÀsident, der seit Montag im Amt ist, gesprÀchsbereit mit Putin und dem ukrainischen PrÀsidenten Wolodymyr Selenskyj gezeigt, um ein Ende des Kriegs zu erreichen. 

Die USA, die EU und andere Staaten haben seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor fast drei Jahren bereits Russland sowie russische Politiker, GeschĂ€ftsleute und MilitĂ€rs mit zahlreichen Strafmaßnahmen belegt. Es blieb zunĂ€chst unklar, welche zusĂ€tzlichen Sanktionen Trump vorschwebten.

«Russland wird kein Jota seiner nationalen Interessen opfern und in diesen Fragen ZugestĂ€ndnisse machen», sagte der russische Außenpolitiker Leonid Sluzki in einer ersten Reaktion. Putin habe immer seine Bereitschaft zum Dialog betont. Zu einem konkreten Ausweg aus der Ukraine-Krise habe Trump nichts gesagt, «nur mit Drohungen um sich geworfen», kritisierte der Chef im Außenausschuss des russischen Parlaments der Agentur Ria Nowosti zufolge. 

In Kiew sprach Mychajlo Podoljak, Berater im PrÀsidialamt, von einer «eindrucksvollen Formel, um Russland zu einer mehr oder weniger adÀquaten Haltung zu bringen». Die Frage sei aber, wie schnell Trump seine Zwangsmittel anwenden werde.

Die Ukraine wehrt die russische Invasion mit westlicher UnterstĂŒtzung ab - nicht zuletzt dank massiver Waffenlieferungen aus den USA. Bislang ist mindestens unklar, ob Trump die von seinem VorgĂ€nger Joe Biden beschlossene milliardenschwere UnterstĂŒtzung der Ukraine beibehalten wird.

@ dpa.de