Ukraine, Russland

Selenskyj erfreut: Trump versteht die Situation genau

24.09.2025 - 01:21:30

Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj treffen sich am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Von der Reaktion des US-PrĂ€sidenten auf das GesprĂ€ch ist dann aber selbst der Ukrainer ĂŒberrascht.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach der von Donald Trump angekĂŒndigten Kehrtwende gegenĂŒber Russland beim US-PrĂ€sidenten bedankt. «Mister President versteht die Situation genau und ist ĂŒber alle Aspekte dieses Krieges gut informiert», schrieb Selenskyj in der Nacht auf Mittwoch auf der Plattform X. «Wir schĂ€tzen seine Entschlossenheit sehr, zur Beendigung dieses Krieges beizutragen.» Er sei Trump fĂŒr die starke Zusammenarbeit dankbar. 

Zuvor hatte Trump nach einem GesprĂ€ch mit Selenskyj am Rande der UN-Generaldebatte in New York eine Kehrtwende in seinem Ukraine-Kurs verkĂŒndet: Er glaube, die Ukraine sei in der Lage, den Krieg gegen Russland mithilfe westlicher VerbĂŒndeter vollstĂ€ndig zu gewinnen, verkĂŒndete Trump auf seinem Sprachrohr Truth Social. Russland bezeichnete er als schwach. Der US-PrĂ€sident hatte in der Vergangenheit in GesprĂ€chen ĂŒber ein Ende des Krieges auch mögliche Gebietsabtretungen der Ukraine ins Spiel gebracht. 

Dem US-Sender Fox News sagte Selenskyj, er glaube, dass Trump seine Position verĂ€ndert habe - und zĂ€hle darauf, dass der US-PrĂ€sident seine Haltung zur Territorialfrage beibehalte. Er glaube auch, dass sich ihre Beziehung verbessert habe. Auf Nachfrage entgegnete Selenskyj, dass ihn Trumps Post auf Truth Social ĂŒberrascht habe. Der Ukrainer sprach von «sehr positiven Signalen», dass Amerika bis zum Ende des Krieges an der Seite seines Landes stehen werde. 

Zugleich bescheinigte Selenskyj den Vereinten Nationen, an Bedeutung zu verlieren. «Wir mĂŒssen zugeben, dass die Aufmerksamkeit der Welt fĂŒr die UN schwindet», schrieb er auf X. Die Organisation habe weniger Einfluss und oft mangele es an echten Entscheidungen zu grundlegenden Fragen. «Die Instrumente funktionieren derzeit nicht. Aber sie werden funktionieren, wenn man aktiv ist.» Sein Appell laute: «Gemeinsam handeln. Vereint euch endlich, um den Krieg Russlands zu beenden.» Jetzt werde ein starker Anstoß benötigt, um Russland nach mehr als drei Jahren Krieg zum Frieden zu zwingen.

@ dpa.de

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