USA, Ukraine

Ex-US-Sicherheitsberater rÀt Ukraine von ZugestÀndnissen ab

18.12.2025 - 21:38:08

Donald Trumps ehemaliger Sicherheitsberater, John Bolton, hat die Ukraine vor ZugestÀndnissen in den Friedensverhandlungen gewarnt.

"Selbst wenn man sich jetzt auf einen Deal verstĂ€ndigt, wĂŒrden die Russen in zwei, drei Jahren eben ein drittes Mal angreifen", sagte er dem "Spiegel". "Das ist das strategische Dilemma, das Trump, sein Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner nicht verstehen. Sie wollen einen Deal. Es ist ihnen ziemlich egal zu welchen Bedingungen." Bolton bezeichnete Überlegungen der Ukraine, die Nato-Mitgliedschaft im Gegenzug fĂŒr Sicherheitsgarantien aufzugeben, als "enormen Fehler".

"Ich wĂŒrde das nicht akzeptieren. Trump ist noch nicht einmal verlĂ€sslich, was Artikel 5 der Nato-Charta betrifft", sagte er. "Was sind Sicherheitsgarantien von Trump dann außerhalb des Nato-Kontextes wert? Das ist eine Illusion von Sicherheit." Der Ex-Sicherheitsberater zeigte sich davon ĂŒberzeugt, dass Russland von einem Waffenstillstand profitieren wĂŒrde. "Putin könnte die Wirtschaft stabilisieren, seine Armee wiederaufbauen." Bolton glaubt auch, dass der Kreml gezielt versucht, Trump zu manipulieren. "Die Russen haben Trump schon lange als das identifiziert, was Lenin einmal einen `nĂŒtzlichen Idioten` nannte", sagte er. "Putin wendet an, was er in seinem KGB-Training gelernt hat, findet die SchwĂ€chen seiner Zielperson, spielt das aus." Die neue Sicherheitsstrategie, die die US-Regierung vergangene Woche veröffentlich hat, hĂ€lt Bolton fĂŒr nicht zielfĂŒhrend. "Ich bezweifle, dass Trump dieses Dokument auch nur gelesen hat. FĂŒr mich liest sich das, als wĂ€re es von Leuten um JD Vance geschrieben worden - fĂŒr eine Regierung unter ihm", sagte er. "Die EuropĂ€er mĂŒssen die ZĂ€hne zusammenbeißen und das ĂŒber sich ergehen lassen." Bolton arbeitete fĂŒr sĂ€mtliche republikanische PrĂ€sidenten seit Ronald Reagan. WĂ€hrend Trumps erster Amtszeit war er Nationaler Sicherheitsberater, ehe er nach 17 Monaten im Streit ausschied. Die Behörden verdĂ€chtigen ihn, vertrauliche Dokumente illegal weitergegeben zu haben. Im August fĂŒhrte das FBI eine Razzia bei ihm durch. Kurz darauf erhob die Staatsanwaltschaft Anklage. Bolton sieht in dem Verfahren einen Racheakt Trumps. "Ich hatte es im Vorwort zu meinem Buch schon 2020 geschrieben: Falls Trump wiedergewĂ€hlt wird, dann wird das eine PrĂ€sidentschaft der Rache. Das sehen wir jetzt", sagte er. "In meinem Fall begann es am Tag seiner AmtseinfĂŒhrung, als er meinen Personenschutz einstellen ließ, den Biden mir wegen der AttentatsplĂ€ne der Iraner eingerĂ€umt hatte. Und ich bin nicht der einzige Betroffene."

@ dts-nachrichtenagentur.de

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