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Trump will in New Yorker Betrugsprozess nicht aussagen

11.12.2023 - 02:40:57

Eigentlich sollte der ehemalige US-PrÀsident im Betrugsprozess gegen ihn heute vor einem Gericht in New York erscheinen. Nun teilt Donald Trump mit, dass er keine weitere Aussage machen wird.

Der ehemalige US-PrĂ€sident Donald Trump will in dem laufenden Betrugsprozess gegen ihn heute in New York nun doch nicht persönlich aussagen. Das teilte der 77-JĂ€hrige auf der von ihm mitgegrĂŒndeten Online-Plattform «Truth Social» mit.

Er habe bereits «sehr erfolgreich und ĂŒberzeugend» ausgesagt, schrieb Trump in Großbuchstaben in einem lĂ€ngeren Statement. Es war erwartet worden, dass Trump in der Schlussphase des seit Anfang Oktober laufenden Prozesses heute als Zeuge der Verteidigung auftreten wĂŒrde.

In dem Zivilprozess geht es um die Zukunft des Firmenimperiums des 77-JĂ€hrigen. Die Staatsanwaltschaft wirft Trump, dessen Söhnen und Mitarbeitern vor, den Wert der Trump Organization jahrelang manipuliert zu haben, um an gĂŒnstigere Kredite und VersicherungsvertrĂ€ge zu kommen. Eine GefĂ€ngnisstrafe oder direkte Auswirkungen auf seine PrĂ€sidentschaftsbewerbung drohen dem Republikaner Trump zwar nicht, doch geschĂ€ftlich könnte ihm eine Verurteilung großen Schaden zufĂŒgen.

Die GeneralstaatsanwÀltin des Bundesstaates New York, Letitia James, will erreichen, dass Trump 250 Millionen US-Dollar zahlen muss und in New York keine GeschÀfte mehr machen darf.

Trump hatte im November in einer hitzigen und teils chaotischen Sitzung bereits ausgesagt und dabei immer wieder betont, dass der Wert seiner Immobilien unterschĂ€tzt sei, nicht aber aufgeblĂ€ht. Er gab dabei aber auch freimĂŒtig zu, Einfluss auf finanzielle Berichte genommen zu haben und widersprach sich teilweise selbst. Auch seine Kinder Donald Jr., Eric und Ivanka wurden in dem Verfahren von der Staatsanwaltschaft befragt.

Der ehemalige PrÀsident will 2024 erneut gewÀhlt werden. Er ist der aussichtsreichste Bewerber auf die Kandidatur der Republikaner. Den Prozess nutzt er nach EinschÀtzung vieler Beobachter als Wahlwerbung.

Nicht der einzige Prozess

DarĂŒber hinaus ist Trump weiter wegen Wahlbetrugs angeklagt. US-Sonderermittler Jack Smith hat den Supreme Court bei der Frage nach der ImmunitĂ€t von Donald Trump eingeschaltet. Das Oberste Gericht des Landes solle zĂŒgig klĂ€ren, ob der Republikaner wegen seiner Versuche, das Wahlergebnis der PrĂ€sidentenwahl 2020 zu kippen, auf Bundesebene strafrechtlich verfolgt werden könne, hieß es in einem entsprechenden Antrag. «Dieser Fall betrifft Fragen von außergewöhnlicher nationaler Bedeutung», schrieb Smith. «Dieser Fall sollte daher zĂŒgig entschieden werden, damit das Gerichtsverfahren fortgefĂŒhrt werden kann, falls und sobald der Antrag des Beklagten auf ImmunitĂ€t abgelehnt wird.»

AnhĂ€nger Trumps hatten am 6. Januar 2021 den Parlamentssitz in Washington gestĂŒrmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Sieg des Demokraten Joe Biden bei der PrĂ€sidentenwahl formal zu bestĂ€tigen. Trump hatte seine AnhĂ€nger zuvor bei einer Rede aufgewiegelt. Infolge der Krawalle kamen damals fĂŒnf Menschen ums Leben. Trump hatte zuletzt einen Antrag auf Abweisung der Klage eingereicht. Der 77-JĂ€hrige hatte diesen mit der ImmunitĂ€t des PrĂ€sidentenamts begrĂŒndet.

@ dpa.de