Syrien, USA

Pentagon: Drei Amerikaner bei Angriff in Syrien getötet

13.12.2025 - 19:02:34

Ein Unbekannter hat nahe der antiken syrischen Stadt Palmyra auf US-Soldaten und syrische StreitkrÀfte geschossen. Es gab Tote und Verletzte. Das US-MilitÀr spricht von einem EinzeltÀter.

  • Verteidigungsminister Pete Hegseth bestĂ€tigt Tod von US-Soldaten in Syrien  - Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

    Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

  • In der antiken WĂŒstenstadt Palmyra sollen Unbekannte US-Soldaten und syrische StreitkrĂ€fte beschossen und verletzt haben. (Archiv) - Foto: Ghaith Alsayed/AP/dpa

    Ghaith Alsayed/AP/dpa

Verteidigungsminister Pete Hegseth bestĂ€tigt Tod von US-Soldaten in Syrien  - Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpaIn der antiken WĂŒstenstadt Palmyra sollen Unbekannte US-Soldaten und syrische StreitkrĂ€fte beschossen und verletzt haben. (Archiv) - Foto: Ghaith Alsayed/AP/dpa

Bei einem Angriff in Syrien sind nach Angaben des Pentagon zwei US-Soldaten und ein US-Dolmetscher getötet worden, drei weitere Personen seien verletzt worden. Der tödliche Angriff sei in der Stadt Palmyra erfolgt, schrieb ein Pentagonsprecher auf X. Ihre Mission habe darin bestanden, laufenden Operationen gegen den IS und den Terrorismus in der Region zu unterstĂŒtzen.

Verteidigungsminister Pete Hegseth repostete den Tweet und schrieb, «der Unmensch», der den Angriff verĂŒbt habe, sei von verbĂŒndeten StreitkrĂ€ften getötet worden. Er schrieb weiter: «Seien Sie gewiss: Wenn Sie Amerikaner angreifen – egal wo auf der Welt –, werden Sie den Rest Ihres kurzen, angstvollen Lebens in dem Wissen verbringen, dass die Vereinigten Staaten Sie jagen, finden und gnadenlos töten werden.» 

USA setzen auf Syriens ÜbergangsprĂ€sident 

Die fĂŒr die Region zustĂ€ndige Kommandozentrale des US-MilitĂ€rs (Centcom) sprach von einem EinzeltĂ€ter. Aus dem Pentagon hieß es, der Angriff habe in einem Gebiet stattgefunden, ĂŒber das der syrische PrĂ€sident keine Kontrolle habe. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass der Angriff von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begangen wurde. 

Die Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump hatte zuvor klargemacht, dass sie den neuen syrischen ÜbergangsprĂ€sidenten Ahmed al-Scharaa unterstĂŒtzt. Trump hatte ihn im November im Weißen Haus empfangen und erklĂ€rt: «Wir wollen, dass Syrien ein sehr erfolgreiches Land wird. Und ich glaube, dieser AnfĂŒhrer kann das schaffen.»

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana hatte berichtet, US-StreitkrÀfte seien in Syrien unter Beschuss geraten. Mehrere MilitÀrangehörige seien bei dem Angriff nahe der antiken Stadt Palmyra verletzt worden. Auch zwei Angehörige der syrischen StreitkrÀfte seien verletzt worden. Der Angriff habe sich wÀhrend einer gemeinsamen Ortsbegehung in dem Gebiet ereignet, meldete Sana unter Berufung auf Sicherheitskreise. 

US-Hubschrauber flogen die Verwundeten zur MilitĂ€rbasis al-Tanf nahe der syrischen Grenze zu Jordanien und Irak, meldete Sana weiter unter Berufung auf die namentlich nicht genannte Quelle. Der Angreifer sei getötet worden. Über das Motiv oder die genaueren UmstĂ€nde des Vorfalls gebe es aber zunĂ€chst keine Informationen. Niemand habe sich zunĂ€chst zur Tat bekannt. 

Palmyra in der syrischen WĂŒste zĂ€hlt zum Weltkulturerbe der Unesco und war in der Vergangenheit Austragungsort schwerer Kampfhandlungen. Vor Beginn des BĂŒrgerkriegs in Syrien im MĂ€rz 2011 war der Ort ein beliebtes Ziel von ArchĂ€ologen und Touristen.

Die USA fĂŒhren in Syrien und im benachbarten Irak eine internationale Koalition zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an. Der Einsatz begann, nachdem der IS 2014 große Gebiete in beiden LĂ€ndern ĂŒberrannt hatte. Der IS gilt als militĂ€risch besiegt, in beiden LĂ€ndern sind aber weiterhin IS-KĂ€mpfer aktiv, die auch AnschlĂ€ge verĂŒben.

Reduzierung der TruppenstĂ€rke in Syrien angekĂŒndigt 

Im FrĂŒhjahr hatte Washington eine Halbierung seiner militĂ€rischen PrĂ€senz in Syrien angekĂŒndigt. KĂŒnftig sollten in Syrien insgesamt «weniger als 1.000 US-Soldaten» verbleiben, hatte das Verteidigungsministerium erklĂ€rt. Zuletzt waren dort etwa 2.000 Soldaten stationiert. BegrĂŒndet wurde dies mit Erfolgen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Inwieweit die Truppenreduzierung bereits umgesetzt wurde, war unklar.

@ dpa.de