Israel spricht von Angriff auf Hamas-Basis in SchulgebÀude
06.06.2024 - 07:36:40WÀhrend sich die Sicherheitslage an der Nordgrenze Israels weiter zuspitzt, hat das israelische MilitÀr nach eigenen Angaben eine Hamas-Stellung in einem SchulgebÀude im Gazastreifen aus der Luft angegriffen.
Dabei seien mehrere KĂ€mpfer der Islamisten getötet worden, die TerroranschlĂ€ge und Angriffe auf israelische Truppen geplant hĂ€tten, teilte die Armee mit. Die Angaben lassen sich bisher nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen. Ersten palĂ€stinensischen Medienberichten zufolge kamen bei dem Luftangriff mindestens 27 Menschen ums Leben.
Die Stellung in der vom UN-PalĂ€stinenserhilfswerk UNRWA betriebenen Schule in Nuseirat diente laut Darstellung des israelischen MilitĂ€rs als Basis fĂŒr Einheiten der Hamas und der Terrororganisation Islamischer Dschihad, die ebenfalls an dem Massaker am 7. Oktober vergangenen Jahres in Israel beteiligt gewesen war.
Israel wirft der Hamas immer wieder vor, im Gazakrieg aus zivilen Einrichtungen heraus zu operieren und Zivilisten damit wissentlich in Gefahr zu bringen oder sie gar bewusst als Schutzschild zu missbrauchen.
Elf Verletzte bei Drohnenangriff auf Ort im Norden Israels
Bei einem Drohnenangriff in der nordisraelischen Ortschaft Hurfesch gab es einen Schwerverletzten, drei Menschen erlitten mittelschwere und sieben weitere leichte Verletzungen, wie der Chef der Rettungsorganisation Magen David Adom dem Fernsehsender Channel 12 sagte. Die von Israels Erzfeind Iran unterstĂŒtzte Hisbollah reklamierte den Angriff fĂŒr sich. Die israelischen StreitkrĂ€fte griffen daraufhin Stellungen der Miliz im SĂŒden des Libanons an.
MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu betonte angesichts der militĂ€rischen Spannungen die Kampfbereitschaft der israelischen Armee. «Wer glaubt, er könne uns schaden und wir wĂŒrden darauf mit Nichtstun reagieren, macht einen groĂen Fehler», sagte Netanjahu bei einem Besuch in dem besonders vom Beschuss aus dem Nachbarland betroffenen Ort Kirjat Schmona, wo er Soldaten und Feuerwehrleute traf.
Pentagon: US-Hafen womöglich bis Ende der Woche repariert
Derweil sollte die vom US-MilitĂ€r errichtete provisorische Anlegestelle an der KĂŒste des Gazastreifens nach EinschĂ€tzung des Pentagon bald wieder den Betrieb aufnehmen können. «Wir hoffen, dass wir den Pier in Gaza Ende der Woche wieder verankern können», sagte die Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums, Sabrina Singh.
Sobald das geschehen sei, könnten Hilfslieferungen «ziemlich sofort» wieder in den Gazastreifen gebracht werden. Der an der KĂŒste verankerte Pier war Ende Mai nur wenige Tage nach Fertigstellung des provisorischen Hafens bei rauem Seegang schwer beschĂ€digt worden.
Tausende Juden marschieren durch Jerusalem
Inmitten der höchst angespannten Lage wegen des Gaza-Kriegs zogen Tausende national-religiöse Juden durch Jerusalem. Der jÀhrliche «Marsch der Fahnen», der die Eroberung Ost-Jerusalems im Zuge des Sechs-Tage-Kriegs 1967 feiert, verlÀuft auch durch hauptsÀchlich von PalÀstinensern bewohnte Viertel. Kritiker in Israel werfen den Veranstaltern vor, mit dem Marsch durch diese Viertel der Altstadt deren Bevölkerung unnötig zu provozieren.
GroĂe Polizeiaufgebote trennten dort Teilnehmer des Marsches und PalĂ€stinenser, wie israelische Medien berichteten. Einige der national-religiösen Juden griffen eine Gruppe von Journalisten an, die fĂŒr arabische und israelische Medien berichteten. Unter anderem schlugen Demonstranten auf einen israelischen Reporter der liberalen Zeitung «Haaretz» ein, der sich schĂŒtzend vor andere Kollegen gestellt hatte.
Israelische StreitkrÀfte bauen Schutzeinheit auf
Unterdessen bauen die israelischen StreitkrÀfte entlang der Grenze zum Gazastreifen eine neue Einheit zum Schutz der dortigen Ortschaften auf. Zu der Truppe gehören in der Region lebende Reservisten und Veteranen aus Spezialeinheiten, wie das MilitÀr mitteilte.
Im Grenzgebiet zum Gazastreifen hatte sich am 7. Oktober das schlimmste Massaker in der Geschichte des Staates Israel ereignet. Damals drangen KĂ€mpfer der Hamas und anderer extremistischer Gruppen aus dem abgeriegelten KĂŒstengebiet nach Israel ein, töteten mehr als 1200 Menschen und verschleppten ĂŒber 250 Geiseln in den Gazastreifen.





