Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern

Behörde bestätigt: Nord-Stream-Verdächtiger in Polen gefasst

30.09.2025 - 16:46:11

Er soll als Taucher an der Sabotage der «Nord Stream»-Gaspipelines mitgewirkt haben. Über ein Jahr sucht die Bundesanwaltschaft per Europäischem Haftbefehl nach Wolodymyr Z. - nun ist er gefasst.

Die Bundesanwaltschaft hat die Festnahme eines Verdächtigen in Polen im Zusammenhang mit der Nord-Stream-Sabotage im September 2022 bestätigt. Wie die Karlsruher Behörde mitteilte, handelt es sich um einen ausgebildeten Taucher, der mutmaßlich Teil der Gruppe war, die nahe der Insel Bornholm Sprengsätze an den Nord-Stream-Gaspipelines platzierte. Der Ukrainer soll an den erforderlichen Tauchgängen beteiligt gewesen sein.

Die obersten deutschen Strafverfolger werfen Wolodymyr Z. unter anderem das gemeinschaftliche Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und verfassungsfeindliche Sabotage vor. Er soll nun nach Deutschland überstellt und dort dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Die Auslieferung kann aber mehrere Wochen oder Monate dauern.

Auslieferung nach Deutschland

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Warschau sagte, als Nächstes werde seine Behörde beim Bezirksgericht einen Antrag auf sieben Tage Untersuchungshaft stellen. In dieser Zeit müssten die entsprechenden Unterlagen von der deutschen Seite angefordert und ins Polnische übersetzt werden. Nach Erhalt dieser Unterlagen werden weitere Maßnahmen ergriffen. Die Staatsanwaltschaft wird gegebenenfalls einen Antrag auf Auslieferung dieses Mannes gemäß dem Europäischen Haftbefehl stellen.

Der Anschlag im Herbst 2022 hatte weltweit Schlagzeilen gemacht. Mehrere Sprengungen beschädigten die beiden Pipelines so sehr, dass kein Gas mehr durchgeleitet werden konnte. Die Explosionen wurden in der Nähe von Bornholm registriert. Wenig später entdeckte man vier Lecks an drei der insgesamt vier Leitungen. Durch Nord Stream 1 floss zuvor russisches Erdgas nach Deutschland. Nord Stream 2 war infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine noch nicht in Betrieb.

@ dpa.de

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