USA, Geheimdienste

Anklage gegen VerdÀchtigen in US-Geheimdienstskandal erhoben

16.06.2023 - 01:41:49

Er soll geheime Informationen vorsÀtzlich aufbewahrt und weitergegeben haben - deshalb könnte ein 21-jÀhriger US-Nationalgardist bis zu zehn Jahre im GefÀngnis landen.

  • Diese Gerichtszeichnung zeigt Jack Teixeira (r) vor dem US-Bezirksgericht in Boston. - Foto: Margaret Small/AP/dpa

    Margaret Small/AP/dpa

  • Die Gerichtszeichnung zeigt Jack Teixeira (r) vor dem US-Bezirksgericht in Boston. - Foto: Margaret Small/AP/dpa

    Margaret Small/AP/dpa

Diese Gerichtszeichnung zeigt Jack Teixeira (r) vor dem US-Bezirksgericht in Boston. - Foto: Margaret Small/AP/dpaDie Gerichtszeichnung zeigt Jack Teixeira (r) vor dem US-Bezirksgericht in Boston. - Foto: Margaret Small/AP/dpa

Zwei Monate nach seiner Festnahme ist gegen den VerdÀchtigen im US-Geheimdienstskandal Anklage erhoben worden. Eine Geschworenenjury auf Bundesebene legte dem MilitÀrangehörigen Jack Teixeira zur Last, in sechs FÀllen geheime Informationen zur Landesverteidigung vorsÀtzlich aufbewahrt und weitergegeben zu haben, wie das Justizministerium in Washington mitteilte.

Teixeira war am 13. April von der Bundespolizei FBI in Massachusetts festgenommen worden, nachdem Strafanzeige gegen ihn erstattet worden war. Seitdem befindet sich der 21-JĂ€hrige aus SicherheitsgrĂŒnden hinter Gittern.

«Teixeira wird beschuldigt, Informationen an Nutzer einer Social-Media-Plattform weitergegeben zu haben, von denen er wusste, dass sie nicht berechtigt waren, sie zu erhalten», sagte Justizminister Merrick Garland in einer Stellungnahme. Die US-Regierung habe dem IT-Fachmann den Zugang zu geheimen Informationen anvertraut - auch zu solchen, von denen er gewusst haben mĂŒsse, dass ihre Weitergabe der nationalen Sicherheit der USA schweren Schaden zufĂŒge. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann nach Ministeriumsangaben in jedem Fall bis zu zehn Jahre Haft.

Teixeira trat im September 2019 in die Nationalgarde ein und erhielt im Jahr 2021 bekam die offizielle Freigabe, auch streng geheime Regierungsdokumente einzusehen. Ab Januar 2022 soll er vorsÀtzlich Informationen, die als «geheim» und «streng geheim» eingestuft waren, in einem geschlossen Chat-Raum auf der bei Videospielern beliebten Plattform Discord veröffentlicht haben. Von dort aus verbreiteten sie sich im Internet, bis auch Behörden und Medien darauf aufmerksam wurden. Erst im April dieses Jahres wurde das Leck publik.

@ dpa.de