USA, KriminalitÀt

Opfer-Namen in Epstein-Akten: US-Ministerin rÀumt Fehler ein

11.02.2026 - 19:45:05

Es hagelt Kritik am Umgang der Trump-Regierung mit den Epstein-Akten. Nun bezieht Justizministerin Bondi Stellung.

US-Justizministerin Pam Bondi hat ihren viel kritisierten Umgang mit den Epstein-Akten vor einem Kongressausschuss verteidigt, aber auch Fehler eingerÀumt. «Versehentlich» seien zum Teil Namen von Opfern des SexualstraftÀters Jeffrey Epstein veröffentlicht worden, gab sie in einer hitzigen Anhörung im ReprÀsentantenhaus zu. Diese seien nach entsprechenden Hinweisen «umgehend» geschwÀrzt worden. 

Mitte Dezember hatte ihr Ministerium damit begonnen, Ermittlungsakten aus dem Fall Epstein zu veröffentlichen. Kurz danach waren mehr als ein Dutzend Dateien ĂŒberraschend wieder verschwunden. Bondis Stellvertreter Todd Blanche sagte damals, dass die plötzliche Löschung auf Bitten von Betroffenen erfolgt sei. Die entfernten Fotos zeigten potenzielle Opfer, die zuvor nicht als solche identifiziert worden seien, hieß es. 

Der US-MultimillionÀr Epstein hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem viele junge Frauen und auch MinderjÀhrige zum Opfer fielen. 

Der demokratische Kongressabgeordnete Jamie Raskin kritisierte das VersĂ€umnis, die Namen von Opfern zu schwĂ€rzen, wĂ€hrend die Namen von TĂ€tern und Komplizen unkenntlich gemacht worden seien. Einige der Opfer hĂ€tten sich öffentlich zum Missbrauch geĂ€ußert, viele jedoch nicht. «Viele hatten ihre Peinigung geheim gehalten, sogar vor Familie und Freunden» - das Justizministerium habe dennoch ihre Namen und IdentitĂ€ten mit der Welt geteilt, kritisierte Raskin.

@ dpa.de

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