EU-Krisenhilfe, Ursula von der Leyen

EU-Kommission sagt über 700 Millionen Euro Krisenhilfe zu

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 23:04 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigt beim Abschluss der UN-Generalversammlung ein Hilfspaket von mehr als 700 Millionen Euro an. Die Unterstützung soll vertriebene Menschen in Afrika sowie Betroffene der Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine erreichen.

EU-Kommission sagt über 700 Millionen Euro für Krisenhilfe zu
Ursula von der Leyen (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat mehr als 700 Millionen Euro für die weltweite Krisenhilfe angekündigt. Die Zusage erfolgte am Samstagabend zum Abschluss der 81. UN-Generalversammlung in New York.

Hilfe für Vertriebene und aufnehmende Gemeinden

Mit dem Maßnahmenpaket sollen vertriebene Gemeinschaften in ganz Afrika unterstützt werden. Zugleich ist Hilfe für die Gemeinden vorgesehen, die diese Menschen aufnehmen.

Von der Leyen kündigte außerdem eine Aufstockung der Nothilfe für Menschen an, die von den Kriegen im Nahen Osten und in der Ukraine betroffen sind. „Europa steht euch zur Seite“, sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission.

Ankündigung im Rahmen einer Kampagne

Von der Leyen verwies auf Konflikte, extreme Wetterereignisse und steigende Lebenshaltungskosten als Belastungen für viele Menschen weltweit. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen der Kampagne „2026“ der Nichtregierungsorganisation Global Citizen.

Die angekündigte Unterstützung fällt in eine Phase, in der humanitäre Hilfe durch mehrere Krisen gleichzeitig stark beansprucht wird. Konflikte, Vertreibung, Extremwetter und steigende Lebenshaltungskosten erhöhen den Bedarf, während Hilfsorganisationen ihre Einsätze in unterschiedlichen Regionen koordinieren müssen.

Das Maßnahmenpaket verbindet mehrere Schwerpunkte: Hilfe für vertriebene Menschen in Afrika, Unterstützung der aufnehmenden Gemeinden sowie zusätzliche Nothilfe für Betroffene der Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine. Damit richtet sich die EU sowohl an Menschen auf der Flucht als auch an lokale Strukturen, die große zusätzliche Belastungen tragen.

Breiter Einsatzbereich erschwert Umsetzung

Die politische Bedeutung der Ankündigung liegt auch in ihrer breiten geografischen Ausrichtung. Die Mittel sollen auf verschiedene Krisenräume verteilt werden, in denen sich akute Nothilfe und längerfristige Unterstützung überschneiden. Für die praktische Wirkung sind daher eine schnelle Auszahlung, verlässliche Partner vor Ort und eine klare Priorisierung besonders dringender Bedarfe entscheidend.

Die Vorstellung im Rahmen der Kampagne „2026“ von Global Citizen rückt zudem die internationale Mobilisierung privater und öffentlicher Unterstützung in den Mittelpunkt. Für Betroffene entscheidet sich der Nutzen letztlich daran, ob die angekündigten Gelder zeitnah in Schutz, Versorgung und grundlegende Leistungen umgesetzt werden.

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