ParteibĂŒndnis mit von der Leyen klar vorne
09.06.2024 - 19:25:42Das Mitte-Rechts-BĂŒndnis EVP mit der deutschen Spitzenkandidatin Ursula von der Leyen hat nach einer ersten offiziellen Prognose des EuropĂ€ischen Parlaments die Europawahl deutlich gewonnen. Die CDU-Politikerin kann demnach trotz starker Zugewinne von RechtsauĂen-Parteien auf eine zweite Amtszeit als PrĂ€sidentin der EU-Kommission hoffen.
Dem um kurz vor 19.00 Uhr veröffentlichten Trend zufolge könnte es auf rund 176 der 720 Sitze im neuen EuropÀischen Parlament kommen.
Im Vergleich zur Europawahl 2019 bleibt es damit stabil. Ursula von der Leyen kann demnach auf eine weitere Amtszeit als PrĂ€sidentin der EU-Kommission hoffen. Grundlage der Zahlen waren Umfragen und Hochrechnungen. Rechte Parteien dĂŒrften demnach insgesamt am stĂ€rksten hinzugewinnen.
GrĂŒne verlieren deutlich
ZweitstĂ€rkstes Lager im neuen Parlament bleiben die Sozialdemokraten, die auf etwa 134 Sitze kommen könnten - etwas weniger als vor fĂŒnf Jahren. Danach folgen die Liberalen, die der Prognose zufolge auf 87 Sitze (-15) abrutschen, sowie die zwei bisherigen rechtspopulistischen ParteienbĂŒndnisse EKR und ID, mit 78 beziehungsweise 70 Sitzen. Gemeinsam gewinnen sie demnach rund 30 Sitze dazu. Die deutsche AfD - die den ersten Hochrechnungen zufolge mehrere Sitze hinzugewonnen hat - wird zu den fraktionslosen Parteien gezĂ€hlt, da sie kurz vor der Europawahl aus der ID-Fraktion ausgeschlossen worden war. Die GrĂŒnen verlieren den Daten zufolge deutlich und landen weit unter 60 Sitzen.Â
Kopf-an-Kopf-Rennen in den Niederlanden
Die Niederlande hatten bereits am Donnerstag gewĂ€hlt, wobei sich ein rot-grĂŒnes WahlbĂŒndnis ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der radikal-rechten Partei des Populisten Geert Wilders liefert. Dicht dahinter liegt die rechtsliberale VVD.Â
In Ăsterreich zeichnet sich bei der Europawahl ein Sieg der rechten FPĂ ab. Nach einer zur SchlieĂung der Wahllokale veröffentlichten Trendprognose liegen die Rechtspopulisten mit 27 Prozent vor der sozialdemokratischen SPĂ und der konservativen ĂVP. Ăsterreich stellt 20 der kĂŒnftig 720 Abgeordneten im EuropĂ€ischen Parlament.Â
In Griechenland wird die Partei Nea Demokratia von MinisterprÀsident Kyriakos Mitsotakis ersten Angaben zufolge mit rund 30 Prozent deutlich stÀrkste Kraft. Syriza - die Partei, die unter Regierungschef Alexis Tsipras wÀhrend der schweren Finanzkrise von 2010 bis 2018 regierte - kommt demnach auf etwa 17 Prozent.
Im kleinsten EU-Land Malta muss die sozialdemokratische Regierungspartei Labour laut ersten Ergebnissen deutliche EinbuĂen hinnehmen. Sie könnte drei der sechs maltesischen Sitze im Parlament bekommen, die konservative Oppositionspartei Nationalist Party kann mit zwei bis drei Sitzen rechnen.Â
Weitere SchĂ€tzungen wurden im Laufe des Abends erwartet. Nach dem Zeitplan des EuropĂ€ischen Parlaments sollte es entsprechende Zahlen aus DĂ€nemark, Frankreich und Spanien zwischen 20.15 und 20.45 Uhr geben. Etwa eine Stunde spĂ€ter, gegen 21.15 Uhr, wurden demnach Berechnungen aus Polen, Portugal, RumĂ€nien und Schweden erwartet.Â


