Slowakei: Pellegrini gewinnt wohl die PrÀsidentschaftswahl
06.04.2024 - 23:58:37Mit leichter Verzögerung ist in der Slowakei kurz nach 22 Uhr die entscheidende zweite Runde der PrĂ€sidentschaftswahl zu Ende gegangen. Rund 4,4 Millionen StimmbĂŒrger waren aufgerufen, in einer Stichwahl zwischen dem liberalen Ex-AuĂenminister Ivan Korcok und dem sozialdemokratischen ParlamentsprĂ€sidenten Peter Pellegrini das kĂŒnftige Staatsoberhaupt zu kĂŒren.
Der sozialdemokratische ParlamentsprĂ€sident Peter Pellegrini dĂŒrfte die PrĂ€sidentschaftswahl in der Slowakei gewonnen haben. Nach AuszĂ€hlung von fast 90 Prozent der Wahlbezirke lag er mit fast 56 Prozent der Stimmen klar vor dem liberalen Oppositionskandidaten Ivan Korcok mit 44 Prozent, wie die Wahlkommission berichtete. Zwar waren vor allem solche Wahlbezirke noch nicht ausgezĂ€hlt, in denen im ersten Wahlgang Korcok gewonnen hatte. Doch war Korcoks RĂŒckstand nach EinschĂ€tzung von Beobachtern zu groĂ, um noch aufholen zu können.
Wahlbeteiligung höher als am 23. MÀrz
Die liberale Amtsinhaberin Zuzana Caputova bewarb sich trotz ihrer noch immer groĂen Beliebtheit nicht um eine zweite fĂŒnfjĂ€hrige Amtszeit. In der ersten Runde am 23. MĂ€rz gewann der von den liberalen und konservativen Oppositionsparteien unterstĂŒtzte Korcok ĂŒberraschend mit fĂŒnfeinhalb Prozentpunkten Vorsprung auf Pellegrini, den ein Teil der linksnationalen Dreiparteienkoalition unter FĂŒhrung des Linkspopulisten Robert Fico unterstĂŒtzte. FĂŒr die Stichwahl lieĂen Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwarten.
Entscheidend sollte das Stimmverhalten der AnhÀnger von sieben nach dem ersten Wahlgang ausgeschiedenen Kandidaten sein. Die Wahlbeteiligung lag nach vorlÀufigen Angaben bei knapp 60 Prozent und damit klar höher als beim ersten Wahlgang am 23. MÀrz mit 52 Prozent.
Das galt vor allem fĂŒr Wahllokale in Bezirken, die zuletzt mehrheitlich den Oppositionskandidaten Korcok wĂ€hlten. Als einziger klarer Trend war nach AuszĂ€hlung von rund der HĂ€lfte der Stimmen lediglich zu erkennen, dass die Siegeschancen beider Kandidaten ungefĂ€hr gleich groĂ waren.


