Sumy-Gouverneur bestÀtigt MilitÀrversammlung in der Stadt
14.04.2025 - 20:46:51Nach dem schweren russischen Raketenangriff auf die nordostukrainische Stadt Sumy hat der Gouverneur des Gebiets Medien zufolge bestÀtigt, dass es dort zu der Zeit eine Versammlung von MilitÀrs gab. Es sei nicht seine Initiative gewesen, sagte Gouverneur Wolodymyr Artjuch dem Nachrichtenportal «Suspilne». «Ich war eingeladen.» Dem Portal zufolge machte Artjuch auch auf Nachfrage keine Angaben dazu, wer Initiator des Treffens war. «Das ist schon ein anderes Thema», meinte er auf die Frage.
Nach dem russischen Raketenangriff vom Sonntag stieg die Zahl der Toten auf 35, wie Behörden mitteilten. Etwa 120 weitere Menschen wurden demnach verletzt.Â
Ein BĂŒrgermeister der Region und eine Parlamentsabgeordnete kritisierten am Sonntag, dass sich unweit der russischen Grenze im Zentrum von Sumy in einer Kongresshalle Soldaten versammelt hatten. Eine solche Zusammenkunft gilt als potenzielles Ziel fĂŒr russische Angriffe und deshalb als Gefahr fĂŒr Zivilisten.
Russland spricht von militÀrischem Ziel in Sumy
Russland stellte den Raketenschlag als Angriff gegen ein militĂ€risches Ziel dar - ein Treffen gegnerischer Kommandeure. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestĂ€tigte ukrainische Angaben ĂŒber einen Doppelschlag: Es seien zwei ballistische Raketen vom Typ Iskander-M eingesetzt worden.
Kremlsprecher Dmitri Peskow wiederholte in Moskau die ĂŒbliche Darstellung, dass die russische Armee nur auf militĂ€rische oder militĂ€rnahe Ziele schieĂe. Mehrere westliche Politiker, darunter der geschĂ€ftsfĂŒhrende Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron, verurteilten den russischen Raketenangriff.


