Trumps Kinder sagen in New Yorker Betrugsprozess aus
02.11.2023 - 19:43:34Im Betrugsprozess gegen den frĂŒheren US-PrĂ€sidenten Donald Trump in New York sind nun auch mehrere seiner Kinder in den Zeugenstand geladen worden. ZunĂ€chst wurden gestern und heute Donald Jr. und Eric vor Gericht in Manhattan befragt. FĂŒr kommende Woche war auch eine Befragung von Tochter Ivanka sowie Donald Trump selbst vorgesehen.
Er habe zwar «jedes und alles» fĂŒr die Trump Organization gemacht, sagte Donald Trump Jr. ĂŒbereinstimmenden Medienberichten zufolge - mit der Abrechnung habe er sich aber nicht beschĂ€ftigt. «Das ĂŒberlasse ich meinen Buchhaltern.» Auch Eric Trump sagte am Mittwoch aus, dass er sich mit den Mitteilungen zur finanziellen Situation der Trump Organization nie befasst habe. «Ich glaube nicht, dass ich je eine Mitteilung zur finanziellen Situation gesehen oder daran gearbeitet habe. Ich glaube nicht, dass ich davon gewusst hĂ€tte - das ist nicht das, wofĂŒr ich zustĂ€ndig war.»
GeschĂ€ftlich könnte groĂer Schaden entstehen
In dem Betrugsprozess geht es um VorwĂŒrfe der Staatsanwaltschaft, nach denen der Ex-PrĂ€sident, seine Söhne und Mitarbeiter den Wert der Trump Organization jahrelang manipuliert haben sollen, um an gĂŒnstigere Kredite und VersicherungsvertrĂ€ge zu kommen. Eine GefĂ€ngnisstrafe oder direkte Auswirkungen auf seine PrĂ€sidentschaftsbewerbung drohen dem Republikaner Trump zwar nicht, doch geschĂ€ftlich könnte ihm eine Verurteilung groĂen Schaden zufĂŒgen.
Wegen zahlreicher verbaler Entgleisungen von Donald Trump, der bereits mehrfach persönlich in dem Prozess anwesend war, hat Richter Arthur Engoron dem Ex-PrÀsidenten bereits mit ernsthaften Konsequenzen gedroht und eine Geldstrafe verhÀngt.
Der ehemalige PrÀsident will kommendes Jahr erneut gewÀhlt werden. Er ist der aussichtsreichste Bewerber auf die Kandidatur der Republikaner. Den Prozess nutzt er nach EinschÀtzung vieler Beobachter als Wahlwerbung.


