Medien: Israel will Waffenstillstand mit Hisbollah zustimmen
25.11.2024 - 17:50:20 | dpa.de
Das israelische Sicherheitskabinett wird israelischen Medienberichten zufolge am Dienstag einer Vereinbarung fĂŒr einen Waffenstillstand mit der libanesischen Hisbollah-Miliz zustimmen. Der Text dieser Vereinbarung sei fertig ausverhandelt worden, berichteten mehrere israelische Medien ĂŒbereinstimmend. Eine offizielle BestĂ€tigung gab es zunĂ€chst nicht.
Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr aus Regierungskreisen, die Zustimmung des Kabinetts zu der unter US-Vermittlung ausgehandelten Vereinbarung sei «wahrscheinlich». Auch libanesische Regierungsquellen in Beirut Ă€uĂerten sich optimistisch, betonten jedoch, die Entscheidung liege nun bei Israel.
Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, Ă€uĂerte sich vorsichtig optimistisch: Man sei nahe dran an einer Einigung ĂŒber einen Waffenstillstand, man habe gute GesprĂ€che gefĂŒhrt, es gehe in die richtige Richtung. «Aber es ist noch nicht geschafft.» Weiter sagte Kirby, er wolle sich nicht zu Details Ă€uĂern, um die Chance auf eine Einigung nicht zu gefĂ€hrden. Er könne auch nicht sagen, wann es etwas mitzuteilen gebe.Â
Die USA drĂ€ngen seit Wochen auf eine Waffenruhe zwischen der schiitischen Miliz und Israel. Ihr Vermittler Amos Hochstein war diese Woche fĂŒr Verhandlungen erneut in den Libanon und nach Israel gereist.
Aus Frankreich hieĂ es am Abend, dass die GesprĂ€che ĂŒber einen Waffenstillstand deutlich vorangekommen seien. Man hoffe, dass die beteiligten Parteien diese Gelegenheit so schnell wie möglich nutzen werden, teilte der ĂlysĂ©e-Palast mit.
Den vorliegenden Berichten zufolge zielt die Vereinbarung nicht auf eine nur vorĂŒbergehende Waffenruhe, sondern es soll um ein dauerhaftes Ende der vor mehr als einem Jahr begonnenen KĂ€mpfe durch einen förmlichen Waffenstillstand gehen.Â
Israel und die Hisbollah-Miliz setzten unterdessen ihre Angriffe fort. Die israelische Luftwaffe flog Angriffe im Libanon und die Miliz schoss Raketen auf Israel ab. Im Norden Israels wurden die Sicherheitsvorschriften verschĂ€rft, in einigen Gebieten sollten die Schulen am Dienstag geschlossen bleiben, weil verstĂ€rkter Raketenbeschuss befĂŒrchtet wurde.Â
Die israelische Armee teilte auf Anfrage mit, seit Beginn des Krieges am 7. Oktober vergangenen Jahres habe die Hisbollah mehr als 17.000 Raketen auf Israel abgefeuert. Im selben Zeitraum habe die israelische Luftwaffe rund 12.000 Terrorziele im Libanon angegriffen.
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