Nato-SchÀtzung, Verlusten

Nato-SchÀtzung zu russischen Verlusten im Ukraine-Krieg

14.03.2024 - 16:55:42

Im Angriffskrieg gegen die Ukraine verzeichnet Russland hohe Verluste. Die Nato gibt nun eine neue SchĂ€tzung zu deren Ausmaß bekannt.

Die russischen Verluste im Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach EinschĂ€tzung der Nato zuletzt weiter erheblich gestiegen. Wie Nato-GeneralsekretĂ€r Jens Stoltenberg in BrĂŒssel mitteilte, gehen westliche Geheimdienste davon aus, dass die Zahl der getöteten oder verwundeten russischen Soldaten inzwischen die Marke von 350.000 ĂŒberschritten hat. Das Land zahle einen sehr hohen Preis fĂŒr marginale GelĂ€ndegewinne, sagte er.

Ukrainische Angriffe hĂ€tten zudem einen erheblichen Teil der russischen Schwarzmeerflotte versenkt oder außer Gefecht gesetzt, ergĂ€nzte Stoltenberg. Im Luftkrieg schieße die Ukraine unter anderem wichtige hochwertige Überwachungsflugzeuge Russlands ab.

Stoltenberg: «Die Situation bleibt sehr schwierig»

Wie viele der russischen Opfer nach EinschĂ€tzung der Nato Tote sind, sagte Stoltenberg nicht. Ende November vergangenen Jahres war in BĂŒndniskreisen von deutlich mehr als 100.000 die Rede gewesen - damals bei geschĂ€tzten Gesamtverlusten in Höhe von mehr als 300.000 russischen Soldaten. UnabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen lassen sich diese Zahlen nicht. Die russische Seite macht keine genauen Angaben zu den Verlusten in den eigenen Reihen.

Stoltenberg appellierte zugleich an die 32 Nato-Staaten, fĂŒr die Ukraine mehr militĂ€rische UnterstĂŒtzung zu leisten. «Die Situation bleibt sehr schwierig. Die Ukraine braucht dringend Munition», mahnte er. Gezielt wandte sich der Nato-GeneralsekretĂ€r dabei vor allem an die Republikaner des designierten US-PrĂ€sidentschaftskandidaten Donald Trump, die derzeit geplante Hilfen der Regierung von Joe Biden blockieren. Jeder Tag der Verzögerung wirke sich auf die Lage auf dem Schlachtfeld aus, sagte er am Rande eines Treffens mit dem polnischen PrĂ€sidenten Andrzej Duda im Nato-Hauptquartier.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als zwei Jahren mit westlicher Hilfe gegen einen russischen Angriffskrieg. Zuletzt war die Lage an der Front aber stark angespannt. Die ukrainischen StreitkrÀfte benötigen nach eigenen Angaben dringend weitere Waffen- und Munitionslieferungen, um gegen die Angreifer aus Russland bestehen zu können.

@ dpa.de