Richterin veröffentlicht Bericht in Trumps Wahlbetrugsverfahren
03.10.2024 - 07:56:17Man mĂŒsse immer noch weiterkĂ€mpfen. AuĂerdem soll Ex-VizeprĂ€sident Mike Pence bereits am 12. November 2020 Trump dazu aufgefordert haben, zwar keine Wahlniederlade einzurĂ€umen, aber anzuerkennen, "dass der Prozess vorbei ist". Der Sonderermittler beschreibt weiter, dass Trump sich ĂŒber Stunden geweigert habe, seine AnhĂ€nger beim Sturm auf das Kapitol auszubremsen. Auf einen Anruf eines Beraters, der ihm berichtete, dass sein damaliger Vize Pence an einen sicheren Ort gebracht wurde, soll Trump dem Bericht zufolge nur mit "Na und?" geantwortet haben. Forensische Handydaten sollen zudem zeigen, dass er wĂ€hrend des Angriffs auf das Kapitol Twitter nutzte und Fox News schaute. Der Sonderermittler argumentiert, dass Trump sich nicht auf das Urteil des Supreme Courts berufen könne, wonach PrĂ€sidenten weitreichende ImmunitĂ€t fĂŒr ihre Handlungen im Amt genieĂen. Smith ist der Ansicht, dass Trump in vielen FĂ€llen eben nicht als PrĂ€sident gehandelt habe, sondern als PrĂ€sidentschaftsbewerber. In der Szene auf der Marine One solle er etwa ausschlieĂlich mit Familienmitgliedern gesprochen haben. Dass auch ein Mitarbeiter die Szene zufĂ€llig mitbekommen habe, mache sie noch zu keinem "offiziellen" Akt. Ob Smiths Argumentation Chancen vor Gericht hat, ist dennoch fraglich: Das oberste Gericht, dessen neun Richter gröĂtenteils von Trump und anderen PrĂ€sidenten der republikanischen Partei ausgewĂ€hlt wurden, hatte in seinem Urteil beschlossen, dass die Kommunikation von PrĂ€sidenten mit ihren Beratern, anderen Regierungsbeamten und der Ăffentlichkeit als "offizielle" Akte gelten und damit durch ImmunitĂ€t geschĂŒtzt sind. Auch die BeweisfĂŒhrung wird durch das Urteil deutlich erschwert. Trumps Verteidiger haben nun noch bis 17. Oktober Zeit, ihre Antwort auf die VorwĂŒrfe einzureichen, wobei ein Antrag auf mehr Bearbeitungszeit die Frist bis nach den PrĂ€sidentschaftswahlen verschieben könnte. Es wird erwartet, dass Trump gegen eine mögliche Verurteilung Einspruch einlegen wĂŒrde. Dann wĂŒrde der parteipolitisch geprĂ€gte Supreme Court ĂŒber den Fall entscheiden.


