USA, Mexiko

US-MilitĂ€r schießt eigene Drohne ab

27.02.2026 - 09:30:23 | dpa.de

Im Grenzgebiet zu Mexiko schießt das US-MilitĂ€r eine Drohne des eigenen Grenzschutzes ab. Kommunikationsprobleme stehen im Raum – und erinnern an ein Vorfall mit einem Partyballon.

US-Behörden arbeiten laut eigene Mitteilung «in beispielloser Weise» gegen Drohnenbedrohungen an der Grenze zu Mexiko zusammen. (Symbolbild) - Foto: Li Mengxin/Xinhua/dpa

Das US-Verteidigungsministerium hat im Grenzgebiet zu Mexiko eine Drohne der eigenen Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) abgeschossen. Nahe Fort Hancock im Bundesstaat Texas setzte das MilitĂ€r dafĂŒr einen Hochenergie-Laser ein, wie die «New York Times» unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertrauten Personen berichtete. Der Luftraum wurde zeitweise eingeschrĂ€nkt.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums, der CBP und der US-Luftfahrtbehörde (FAA) erfolgte der Abschuss, um ein «scheinbar bedrohliches unbemanntes Luftfahrzeug» im militÀrischen Luftraum zu neutralisieren. Der Vorfall habe sich «weit entfernt von bewohnten Gebieten» ereignet, zivile Flugzeuge seien nicht in der NÀhe gewesen.

Kommunikationsprobleme?

Nach Informationen der «New York Times» hatte die Grenzschutzbehörde das MilitĂ€r jedoch nicht darĂŒber informiert, dass sie in dem Gebiet eine eigene Drohne starten wollte. FĂŒr das MilitĂ€r sei das FluggerĂ€t daher als unbekannt erschienen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen mit den Ermittlungen vertrauten Pentagon-Vertreter.

Bereits Anfang Februar hatte es in der Region einen Ă€hnlichen Vorfall gegeben. Damals schoss die Grenzschutzbehörde mit einem vom MilitĂ€r bereitgestellten Lasersystem auf ein Flugobjekt, das zunĂ€chst fĂŒr eine Drohne mutmaßlicher mexikanischer Drogenkartelle gehalten wurde. US-Medienberichten zufolge stellte sich aber heraus, dass es sich um einen Partyballon handelte. In beiden FĂ€llen wurde der Luftraum zeitweise eingeschrĂ€nkt.

Laut der Mitteilung arbeiten die Behörden auf Anweisung von US-PrĂ€sident Donald Trump «in beispielloser Weise» zusammen, um Drohnenbedrohungen an der Grenze zu Mexiko abzuwehren. Sie arbeiteten «an einer verstĂ€rkten Zusammenarbeit und Kommunikation, um solche VorfĂ€lle kĂŒnftig zu verhindern».

Opposition: «Wir sind fassungslos»

Mehrere demokratische Abgeordnete erklÀrten auf der Plattform X, sie seien fassungslos angesichts der Nachricht, dass das Verteidigungsministerium eine Drohne der Grenzschutzbehörde mit einem Hochenergie-System zur Drohnenabwehr abgeschossen habe.

Sie warfen dem Weißen Haus vor, einen ĂŒberparteilichen Gesetzentwurf zur besseren Ausbildung der DrohnenabwehrkrĂ€fte sowie zur engeren Abstimmung zwischen Pentagon, Heimatschutzministerium und Luftfahrtbehörde umgangen zu haben. Der Vorfall sei «das Ergebnis dieser Inkompetenz».

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