China, Thailand

China lÀdt Thailand und Kambodscha zu GesprÀchen ein

28.12.2025 - 10:11:05

Im Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha will jetzt China vermitteln. Außenminister Wang Yi hat seine Amtskollegen zu GesprĂ€chen eingeladen. Ziel ist es, die vereinbarte Waffenruhe zu festigen.

  • Chinas Außenminister Wang Yi hat Vertreter aus Thailand und Kambodscha eingeladen. Durch die GesprĂ€che soll die Waffenruhe gefestigt werden. (Archivbild)  - Foto: Johannes Neudecker/dpa

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  • Thailand und Kambodscha hatten sich am Samstag auf eine Waffenruhe geeinigt.  - Foto: Uncredited/Agence Kampuchea Press (AKP)/AP/dpa

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  • Bei den Gefechten zwischen den Nachbarn gab es Tote und SchĂ€den auf beiden Seiten. (Archivbild) - Foto: Adryel Talamantes/ZUMA Press Wire/dpa

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Chinas Außenminister Wang Yi hat Vertreter aus Thailand und Kambodscha eingeladen. Durch die GesprĂ€che soll die Waffenruhe gefestigt werden. (Archivbild)  - Foto: Johannes Neudecker/dpaThailand und Kambodscha hatten sich am Samstag auf eine Waffenruhe geeinigt.  - Foto: Uncredited/Agence Kampuchea Press (AKP)/AP/dpaBei den Gefechten zwischen den Nachbarn gab es Tote und SchĂ€den auf beiden Seiten. (Archivbild) - Foto: Adryel Talamantes/ZUMA Press Wire/dpa

Nach der vereinbarten Waffenruhe zwischen Thailand und Kambodscha hat China die Außenminister der beiden zerstrittenen NachbarlĂ€nder zu GesprĂ€chen eingeladen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das Pekinger Außenamt berichtete, sollte Außenminister Wang Yi seine beiden Amtskollegen in der sĂŒdwestchinesischen Provinz Yunnan treffen. 

Die GesprĂ€che sind fĂŒr diesen Sonntag und Montag geplant. Nach offiziellen Angaben sind sowohl der kambodschanische Außenminister Prak Sokhonn als auch sein thailĂ€ndischer Amtskollege Sihasak Phuangketkeow mittlerweile in China eingetroffen.

Bei einem zunĂ€chst bilateralen Treffen mit seinem kambodschanischen Amtskollegen appellierte Wang laut Xinhua, beide Seiten sollten auf einen umfassenden und dauerhaften Waffenstillstand hinarbeiten und Vertrauen neu aufbauen. Sokhonn sagte demnach, er hoffe, dass die trilateralen GesprĂ€che dazu beitragen wĂŒrden, einen dauerhaften Frieden zu erreichen.

Waffenruhe soll gefestigt werden 

An den Beratungen sollen auch Vertreter der StreitkrĂ€fte Chinas, Thailands und Kambodschas teilnehmen. Ziel sei es, die vereinbarte Waffenruhe zu festigen, den Austausch wieder aufzunehmen und politisches Vertrauen zwischen den beiden Nachbarstaaten aufzubauen. China wolle dafĂŒr eine Plattform bieten und nach eigenen Angaben eine konstruktive Rolle bei der Stabilisierung der bilateralen Beziehungen spielen.

Thailand und Kambodscha hatten sich nach wochenlangen Gefechten entlang ihrer gemeinsamen Grenze am Samstag auf eine sofortige Waffenruhe geeinigt. Die Feuerpause soll zunĂ€chst fĂŒr 72 Stunden ĂŒberwacht werden, um ihre Umsetzung sicherzustellen. Nach offiziellen Angaben kamen bei den KĂ€mpfen mehr als 100 Menschen ums Leben, Hunderttausende wurden auf beiden Seiten der Grenze in die Flucht getrieben.

Berichten zufolge schien die Waffenruhe zunĂ€chst zu halten. Zahlreiche durch die Gewalt vertriebene Anwohner seien bereits in ihre Heimatdörfer an der Grenze zurĂŒckgekehrt, berichtete die Zeitung «Bangkok Post». 

Jahrzehntelanger Streit 

Hintergrund der Feindseligkeiten ist ein jahrzehntelanger Streit um GebietsansprĂŒche, der in der Kolonialzeit im 19. Jahrhundert wurzelt. Bereits im Juli war es zu schweren Gefechten mit zahlreichen Toten gekommen; nach einigen Tagen wurde auf Druck von US-PrĂ€sident Donald Trump eine Waffenruhe vereinbart. Doch im November wurde die Feuerpause nach einem neuerlichen Grenzvorfall ausgesetzt. Seit dem 7. Dezember verschĂ€rfte sich die Lage, und nach einem GrenzscharmĂŒtzel kam es zu neuen Kampfhandlungen an mehreren Stellen der Grenze. Beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, fĂŒr die Eskalation verantwortlich zu sein.

@ dpa.de