AnwÀltin: Mandant wird Terrorplan auf Swift-Konzert gestehen
28.04.2026 - 11:03:41 | dpa.deIm Prozess um die wegen Terrorgefahr abgesagten Taylor-Swift-Konzerte in Wien wird sich der Hauptangeklagte in diesem Punkt schuldig bekennen. Das kĂŒndigte seine Verteidigerin in ihrem Eingangsvortrag vor dem Landesgericht Wiener Neustadt an. Ihr Mandant habe Fehler gemacht und er werde eine Strafe bekommen.
Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der 21-JĂ€hrige kurz vor den Swift-Konzerten im August 2024 einen Anschlag geplant. Dazu habe er eine Schrapnell-Bombe weitgehend fertiggestellt. «Er hĂ€tte die Bombe nur noch zusammenfĂŒgen mĂŒssen», sagte der Staatsanwalt.Â
Ziel eines Anschlags sollen nach bisherigen Ermittlungen Fans des US-Musikstars vor dem KonzertgelĂ€nde gewesen sein. Ein Ticket fĂŒr die Konzerte habe der 21-JĂ€hrige nicht besessen - und er sei auch nicht an der Person Swift interessiert gewesen, so der Staatsanwalt. Der Ăsterreicher mit nordmazedonischen Wurzeln hatte sich den Ermittlungen zufolge mehrfach zur Terrormiliz IS bekannt.Â
Verdacht der Anstiftung zum versuchten Mord wiegt schwer
Die Anklage wirft dem 21-JĂ€hrigen sowie einem gleichaltrigen Mitangeklagten auch vor, mit einem weiteren Mann eine Terrorzelle gebildet zu haben. Gemeinsam habe das Trio AnschlĂ€ge in Dubai, Istanbul und Mekka geplant. Der Komplize habe tatsĂ€chlich in Mekka im MĂ€rz 2024 einen Sicherheitsbeamten niedergestochen und mehrere andere verletzt, so die Anklage weiter. Der TatverdĂ€chtige sitzt in Saudi-Arabien in Haft.Â
Zu diesem Anklagepunkt werde sich ihr Mandant nicht schuldig bekennen, so die Verteidigerin. «Mein Mandant hat mit dieser Geschichte, die in Mekka passiert ist, nichts zu tun.» Unter allen Anklagepunkten wiegt juristisch der Beitrag zu einem versuchten Mord als Anstifter und Motivator am schwersten. Den Angeklagten wĂŒrden in diesem Fall zwischen 10 und 20 Jahren Haft drohen.
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