Suche nach Stoltenberg-Nachfolger gestaltet sich weiter schwierig
10.07.2023 - 06:39:00Das berichtet die "Welt" unter Berufung auf Nato-Diplomaten. "MinisterprÀsidentin Frederiksen hat sich im GesprÀch mit Kongressmitgliedern selbst aus dem Spiel genommen", hieà es demnach.
"Frederiksen hat viele richtige Dinge zur Ukraine gesagt, aber sie rĂŒckte auch das Thema LBQT und Klimaschutz ganz oben auf ihre Agenda fĂŒr die Nato." Das soll insbesondere konservative Kongressabgeordnete haben - sie lehnten Frederiksen als neue Nato-Chefin ab. Dabei war offenbar geplant gewesen, Ende dieses Jahres zu verkĂŒnden, dass die DĂ€nin das Amt erhalten soll. Gleichzeitig drĂ€ngten Deutschland und Frankreich in den vergangenen Wochen darauf, die Nato-Personalie nunmehr nicht mehr vor den Europawahlen im Juni 2024 zu entscheiden, berichtet die "Welt" weiter. Damit soll ĂŒber das Amt des neuen Nato-GeneralsekretĂ€rs erst in enger Abstimmung mit der Vergabe von politischen SpitzenĂ€mtern in der EuropĂ€ischen Union entschieden werden. Das ist laut Zeitung auch der Grund dafĂŒr, dass die Amtszeit Stoltenbergs nicht nur bis zum 31. Juli 2024 sondern bis zum 31. Oktober 2024 verlĂ€ngert wird. Als aussichtsreicher AnwĂ€rter auf den Posten des Nato-Chefs wird derzeit in Kreisen der Allianz der sozialdemokratische MinisterprĂ€sident Portugals, AntĂłnio Costa, genannt. Dieser ist seit November 2015 im Amt. Er gilt in BrĂŒssel als erfolgreicher und erfahrener Politiker. FĂŒr Entscheidungen sei es aber "noch zu viel zu frĂŒh", hieĂ es in Nato-Kreisen weiter. Die US-Regierung bevorzugt weiterhin eine Frau als neue Nato-Chefin. "Costa wĂ€re nur die zweitbeste Lösung", hieĂ es in BĂŒndnis-Kreisen.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


