Trump-Verfahren, Georgia

Trump-Verfahren in Georgia verzögert sich weiter

06.06.2024 - 02:14:55

Im US-Bundesstaat Georgia wird Ex-PrÀsident Trump versuchte WahlfÀlschung vorgeworfen. Doch der Prozessbeginn verzögert sich immer weiter - im Fokus steht stattdessen die zustÀndige StaatsanwÀltin.

  • Trump und mehrere andere Menschen sind in Georgia wegen ihrer Versuche angeklagt, den Ausgang der PrĂ€sidentenwahl 2020 in dem Bundesstaat umzukehren. - Foto: Julia Nikhinson/AP/dpa

    Julia Nikhinson/AP/dpa

  • AnwĂ€lte Trumps werfen Willis vor, von einer Beziehung zu einem anderen Staatsanwalt in dem Fall unrechtmĂ€ĂŸig finanziell profitiert zu haben. - Foto: John Bazemore/AP/dpa

    John Bazemore/AP/dpa

Trump und mehrere andere Menschen sind in Georgia wegen ihrer Versuche angeklagt, den Ausgang der PrĂ€sidentenwahl 2020 in dem Bundesstaat umzukehren. - Foto: Julia Nikhinson/AP/dpaAnwĂ€lte Trumps werfen Willis vor, von einer Beziehung zu einem anderen Staatsanwalt in dem Fall unrechtmĂ€ĂŸig finanziell profitiert zu haben. - Foto: John Bazemore/AP/dpa

Das zustĂ€ndige Berufungsgericht im US-Bundesstaat Georgia hat das Wahlbetrugsverfahren gegen den ehemaligen PrĂ€sidenten Donald Trump vorerst eingefroren. Bevor es weitergehen könne, mĂŒsse eine Entscheidung darĂŒber vorliegen, ob die leitende StaatsanwĂ€ltin ihre Ermittlungen fortfĂŒhren darf, teilte das Gericht mit. Die drei Berufungsrichter - allesamt von Republikanern ernannt - sollen bis MĂ€rz 2025 in der Sache entscheiden. FĂŒr Oktober ist eine erste Anhörung geplant.

AnwĂ€lte Trumps und weiterer Beschuldigter werfen StaatsanwĂ€ltin Fani Willis vor, von einer Beziehung zu einem anderen Staatsanwalt in dem Fall, Nathan Wade, unrechtmĂ€ĂŸig finanziell profitiert zu haben. Wade sei in seiner Position ĂŒberbezahlt worden und habe Willis zu gemeinsamen Luxusurlauben eingeladen, heißt es. Willis weist das zurĂŒck. 

«Anschein der Unangemessenheit»

Im MĂ€rz hatte der zustĂ€ndige Richter, Scott McAfee, entschieden, dass die Belege der Gegenseite nicht ausreichten, um der StaatsanwĂ€ltin einen Interessenkonflikt nachzuweisen. Wade zog sich allerdings wegen eines von McAfee festgestellten «Anscheins der Unangemessenheit» aus dem Verfahren zurĂŒck. Trumps Seite reichte daraufhin einen Berufungsantrag ein, dem das zustĂ€ndige Gericht im Mai stattgab. Richter McAfee ließ aber zunĂ€chst die Fortsetzung der Verhandlung in seinem Gerichtssaal zu, wĂ€hrend das Urteil des Berufungsgerichts noch ausstand. 

Mit der Zwischenentscheidung liegt das Verfahren nun erst einmal auf Eis. Wenn die Berufungsrichter geurteilt haben, kann dies im Anschluss noch vor dem Obersten Gericht des Bundesstaats angefochten werden. Sollte Willis von dem Fall abgezogen werden, könnte das Verfahren in sich zusammenfallen. Zudem ist unklar, was passiert, sollte Trump im November die US-PrÀsidentenwahl gewinnen.

Der Republikaner und mehrere andere Menschen sind in Georgia wegen ihrer Versuche angeklagt, den Ausgang der PrÀsidentenwahl 2020 in dem Bundesstaat umzukehren. Trump hatte damals gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Ihm wird vorgeworfen, unter anderem durch Druck auf politische Verantwortliche im Bund und in Bundesstaaten wie Georgia versucht zu haben, das Wahlergebnis nachtrÀglich zu Àndern.

@ dpa.de