MilitÀrflugzeug, Sudan

MilitĂ€rflugzeug im Sudan stĂŒrzt ĂŒber Wohngebiet ab - 22 Tote

26.02.2025 - 09:36:53

Immer wieder geraten Zivilisten beim Machtkampf im Sudan zwischen die Fronten. Auch beim Absturz eines MilitÀrflugzeugs gab es nun zivile Opfer.

Ein sudanesisches MilitĂ€rflugzeug ist kurz nach dem Start in Omdurman im Großraum der Hauptstadt Khartum ĂŒber einem Wohngebiet abgestĂŒrzt. Das Krankenhaus, in das die Opfer gebracht wurden, teilte mit, bei dem Absturz seien sieben teils hochrangige Offiziere und 15 Zivilisten ums Leben gekommen. Zur Zahl der Verletzten gab es keine nĂ€heren Angaben. Ein Sprecher der StreitkrĂ€fte sprach von toten und verletzten MilitĂ€rangehörigen, nannte zunĂ€chst aber keine Einzelheiten. 

Ob das Flugzeug technische Probleme hatte oder vor dem Absturz am Dienstagabend womöglich von der Miliz RSF beschossen worden war, war zunÀchst nicht bekannt.

In dem Land im Nordosten Afrikas findet seit bald zwei Jahren ein blutiger Machtkampf statt zwischen Machthaber Abdel Fattah al-Burhan und dessen frĂŒherem Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo, der die RSF kommandiert. Der Konflikt hat nach UN-Angaben zur Flucht von mehr als 12,5 Millionen Menschen innerhalb des Sudans und in die NachbarlĂ€nder gefĂŒhrt. In Teilen des Landes droht eine Hungersnot. Internationale Vermittlungsversuche blieben bisher erfolglos.

Regierungstruppen vermeldeten zuletzt Gebietsgewinne

WĂ€hrend die Armee in den vergangenen Wochen vor allem im Großraum Khartum sowie im landwirtschaftlich bedeutenden Bundesstaat Dschasira wichtige Gebietsgewinne gemacht hatte, kontrolliert die RSF unter anderem den grĂ¶ĂŸten Teil der westlichen Region Darfur. Beiden Seiten werden Kriegsverbrechen und Menschenrechtsvergehen vorgeworfen. 

Vertreter der RSF und anderer politischer und militÀrischer Gruppen waren in der vergangenen Woche in der kenianischen Hauptstadt Nairobi zusammengekommen, um eine «Parallelregierung» in den von der RSF kontrollierten Gebieten zu planen.

@ dpa.de