Lukaschenko zu Sieger der PrÀsidentenwahl in Belarus erklÀrt
27.01.2025 - 01:19:49 | dpa.de
Die Wahlkommission in Belarus hat Alexander Lukaschenko erwartungsgemÀà zum Sieger der als unfair und unfrei kritisierten PrĂ€sidentenwahl erklĂ€rt - zum siebten Mal in Folge. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Belta kam der von Russland unterstĂŒtzte Staatschef, der seit 30 Jahren an der Macht ist, nach vorlĂ€ufigen Ergebnissen auf 86,82 Prozent der Stimmen. Das habe der Vorsitzende der Wahlkommission mitgeteilt. Der angebliche Stimmenanteil ist der höchste, der Lukaschenko jemals zugesprochen wurde.
In Wahlnachbefragungen waren dem PrĂ€sidenten am Sonntag 87,6 Prozent der Stimmen zugerechnet worden. Die Wahlbeteiligung in dem hĂ€ufig als letzte Diktatur Europas bezeichneten Land wurde mit 85,7 Prozent angegeben, mehr als 2020 (84,38 Prozent). Damals war Lukaschenko mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklĂ€rt worden. FĂŒr 11 Uhr Ortszeit (13 Uhr MEZ) ist eine Pressekonferenz der Wahlkommission angekĂŒndigt.
«Man muss wissen, dass die in Belarus veröffentlichten Zahlen nichts mit der RealitĂ€t gemein haben», sagte der wegen Gefahr fĂŒr sein Leben ins Exil geflohene Politologe Waleri Karbalewitsch der Deutschen Presse-Agentur. «Der Machtapparat legt die Zahlen schon im Vorfeld fest.» Bei einer Wahl mit echten Gegenkandidaten hĂ€tte Lukaschenko laut Karbalewitsch keine Chance auf den Sieg gehabt. Bei der Abstimmung waren vier Mitbewerber zugelassen, die als glĂŒhende UnterstĂŒtzer Lukaschenkos bekannt sind und als reine Statisten gelten.
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