UnverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig, Biden

«UnverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig»: Biden begnadigt StraftĂ€ter

22.12.2023 - 17:15:46

In den USA hat der PrÀsident das Recht verurteilte TÀter zu begnadigen. Von diesem Recht macht Joe Biden erneut Gebrauch und befreit damit elf Menschen, aber er geht sogar noch einen Schritt weiter.

US-PrĂ€sident Joe Biden hat mehrere StraftĂ€ter begnadigt, die wegen Drogendelikten «zu unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig langen Haftstrafen» verurteilt wurden. Es handele sich um elf Frauen und MĂ€nner, teilte das Weiße Haus mit. Sie alle seien einst zu jahrzehntelangen, in einigen FĂ€llen sogar lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Nach heutiger Rechtslage wĂ€re das Strafmaß deutlich milder ausgefallen, hieß es. Mit dem Schritt trage Biden dem Grundsatz der Gleichbehandlung vor dem Gesetz Rechnung.

Ein US-PrĂ€sident kann nach Bundesrecht verurteilte TĂ€ter begnadigen, auch nach Absitzen einer Strafe. In solchen FĂ€llen geht es bei einer Begnadigung etwa darum, mögliche BeschrĂ€nkungen aufzuheben, die fĂŒr ehemalige StraftĂ€ter gelten, und darum, das Ansehen einer Person öffentlich zu rehabilitieren. Biden hat von dieser Möglichkeit schon mehrfach Gebrauch gemacht.

Biden ordnete auch an, alle Personen zu begnadigen, die in den USA auf Bundesebene wegen des Besitzes von Marihuana verurteilt worden seien. EintrĂ€ge im Strafregister wegen des Besitzes oder des Konsums von Marihuana fĂŒhrten zu «unnötigen Hindernisse», wenn es um BeschĂ€ftigung, Wohnraum oder Bildungschancen gehe, teilte Biden mit. Zu viele Leben seien durch die «verfehlte Herangehensweise an das Thema» auf den Kopf gestellt worden.

@ dpa.de