Russland, USA

Putin bietet USA Atomwaffen-Vertrag fĂŒr ein weiteres Jahr an

22.09.2025 - 15:04:09

In den vergangenen Jahren sind bereits mehrere AtomwaffenvertrĂ€ge zwischen Russland und den USA gekĂŒndigt worden. Bevor nun der letzte Vertrag auslĂ€uft, macht der Kreml einen Vorschlag.

Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin hat den USA vorgeschlagen, sich beidseitig fĂŒr ein weiteres Jahr zur Einhaltung der Bestimmungen eines 2026 auslaufenden atomaren AbrĂŒstungsvertrags zu verpflichten. Um kein weiteres WettrĂŒsten bei strategischen Atomwaffen zu provozieren und Sicherheit zu gewĂ€hrleisten, halte er es fĂŒr richtig, den durch den Vertrag New Start festgelegten Status quo beizubehalten, sagte Putin. 

«Darum ist Russland bereit, sich nach dem 5. Februar 2026 ein Jahr lang an die zahlenmĂ€ĂŸig zentralen BeschrĂ€nkungen des Vertrags zu halten», sagte er wĂ€hrend einer im staatlichen Fernsehen teilweise ĂŒbertragenen Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats. Voraussetzung dafĂŒr sei, dass die USA sich ebenfalls dazu verpflichteten.

BeschrÀnkung der Zahl nuklearer Sprengköpfe

New Start ist ein 2010 zwischen Moskau und Washington geschlossener Vertrag, in dem sich beide Seiten dazu verpflichten, die Zahl der strategischen Nuklearsprengköpfe auf je 1.550 zu beschrÀnken. Auch die Zahl der Interkontinentalraketen und ihrer TrÀger wird begrenzt. Dazu waren gegenseitige Kontrollen vorgesehen. New Start ist die Fortsetzung des Start-Vertrags, der noch zwischen SowjetprÀsident Michail Gorbatschow und US-PrÀsident George Bush unterzeichnet wurde. 

New Start lĂ€uft 2026 aus. Allerdings lĂ€sst Russland seit 2023, also etwa seit einem Jahr nach Beginn des von Putin befohlenen Kriegs gegen die Ukraine, seine Teilnahme an dem Vertrag ruhen. Zur BegrĂŒndung fĂŒhrte Putin unter anderem an, Inspekteure der Nato könnten die strategischen Atomwaffenarsenale Russlands nicht mehr besichtigen, weil der Westen die SchlĂ€ge der Ukraine gegen strategische Ziele in Russland steuere. Er erklĂ€rte zugleich, dass sich Russland weiter an die Obergrenzen halten werde.

@ dpa.de

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