Chile, Wahl

Chile: Stichwahl muss Kampf ums PrÀsidentenamt entscheiden

17.11.2025 - 02:46:47

In der ersten Runde kann sich die Kandidatin der Linksregierung noch behaupten. In der Stichwahl dĂŒrfte ihr rechter Gegner allerdings noch eine Menge Stimmen einsammeln und einen Wechsel erzwingen.

  • Regierungskandidatin Jara liegt bei den Wahlen knapp vorn. - Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpa

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  • Der deutschstĂ€mmige Rechtspolitiker Kast wird wohl gegen die Kommunistin Jara in die Stichwahl ziehen. - Foto: Esteban Felix/AP/dpa

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  • Der ultrarechte Bewerber Kaiser erzielte aus dem Stand einen Achtungserfolg.  - Foto: Cristobal Escobar/AP/dpa

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Regierungskandidatin Jara liegt bei den Wahlen knapp vorn. - Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpaDer deutschstÀmmige Rechtspolitiker Kast wird wohl gegen die Kommunistin Jara in die Stichwahl ziehen. - Foto: Esteban Felix/AP/dpaDer ultrarechte Bewerber Kaiser erzielte aus dem Stand einen Achtungserfolg.  - Foto: Cristobal Escobar/AP/dpa

Die Regierungskandidatin Jeannette Jara hat die erste Runde der PrÀsidentenwahl in Chile knapp gewonnen, muss aber Mitte Dezember in eine Stichwahl. Die Kommunistin kam auf fast 27 Prozent, wie das Wahlamt nach der AuszÀhlung fast aller Stimmen mitteilte. Der deutschstÀmmige Rechtspolitiker José Antonio Kast erhielt bei der Abstimmung am Sonntag (Ortszeit) demnach gut 24 Prozent. Die beiden stÀrksten Bewerber treffen nun in der Stichwahl am 14. Dezember aufeinander. 

Der amtierende PrĂ€sident Gabriel Boric, der aus verfassungsrechtlichen GrĂŒnden nicht erneut kandidieren konnte, gratulierte den Wahlsiegern der ersten Runde. «In einer Demokratie sollten die Kandidaten, die die BĂŒrger in den Gemeinden und Regionen vertreten wollen, öffentliche AmtstrĂ€ger mit Ehrlichkeit, IntegritĂ€t und Dienstbereitschaft sein», gab er seinen potenziellen Nachfolgern mit auf den Weg. 

Ökonom sorgt fĂŒr Überraschung

FĂŒr Überraschung sorgte der Wirtschaftswissenschaftler Franco Parisi, der es entgegen der jĂŒngsten Umfragen auf den dritten Platz schaffte. Ihm folgten der ultrarechte Johannes Kaiser und die Konservative Evelyn Matthei. 

Kommunistin und Ultrakonservativer ziehen in Stichwahl ein

Trotz des Siegs der ehemaligen Arbeitsministerin Jara in der ersten Runde zieht nun der ultrakonservative Kast von der Republikanischen Partei als Favorit in die Stichwahl ein. Anders als seine Rivalin hat er die reelle Chance, noch die Stimmen seiner unterlegenen Kontrahenten aus dem rechten Lager zu mobilisieren. «Chile ist wichtiger als die Parteien», sagte der neunfache Vater und strengglÀubige Katholik. 

Sein rechter Konkurrent Kaiser rĂ€umte seine Niederlage ein und rief seine AnhĂ€nger zur UnterstĂŒtzung von Kast auf. Auch die konservative Kandidatin Matthei gratulierte den Siegern der ersten Wahlrunde. «Unser Vaterland verlangt demokratische Verantwortung, echte Lösungen fĂŒr unsere großen Probleme und DialogfĂ€higkeit», sagte sie. 

Sicherheit und Migration im Mittelpunkt des Wahlkampfes

Im Mittelpunkt des Wahlkampfes standen die Themen Sicherheit und Migration. Obwohl Chile noch immer eines der sichersten LĂ€nder der Region ist, hat die KriminalitĂ€t in einigen Bereichen zuletzt zugenommen. In dem sĂŒdamerikanischen Land mit gut 18 Millionen Einwohnern leben SchĂ€tzungen zufolge mehr als 330.000 AuslĂ€nder ohne gĂŒltige Papiere - die große Mehrheit stammt aus dem Krisenstaat Venezuela.

@ dpa.de