Johnson zum Sprecher des US-ReprÀsentantenhauses wiedergewÀhlt
03.01.2025 - 20:53:26Nötig war eine Mehrheit von 218 Abgeordneten. Statt - wie ĂŒblich - den Wahlgang zu beenden und einen weiteren Wahlgang anzusetzen, wartete die Sitzungsleitung allerdings nahezu eine Stunde, bis sich schlieĂlich zwei Republikaner fĂŒr Johnson umentschieden. Der designierte US-PrĂ€sident Donald Trump hatte sich im Vorfeld öffentlich fĂŒr Johnson ausgesprochen. Der Abgeordnete aus Louisiana gilt SchlĂŒsselfigur im Kongress bei den gescheiterten BemĂŒhungen, zugunsten von Trump die Wahl 2020 zu kippen. So gehörte er zu den Mitgliedern des ReprĂ€sentantenhauses, die bei der AuszĂ€hlung der WahlmĂ€nnerstimmen bei der PrĂ€sidentschaftswahl fĂŒr die Anfechtung des Wahlergebnisses stimmten. Matt Gaetz, der fĂŒr den ersten Distrikt des Bundesstaats Florida eigentlich als 220. Republikaner in die Parlamentskammer eingezogen wĂ€re, war von seinem Amt zurĂŒckgetreten, weil Trump ihn als Justizminister erwogen hatte. Sein Parlamentssitz ist derzeit vakant. Die Wahl eines Sprechers wird in der Regel als eine FormalitĂ€t angesehen, die normalerweise zĂŒgig abgewickelt wird. 2023 benötigte der Republikaner Kevin McCarthy allerdings 15 WahlgĂ€nge, um in das Amt gewĂ€hlt zu werden. Eine Ă€hnliche Verzögerung hĂ€tte dieses Mal den Zeitplan fĂŒr die fĂŒr Montag geplante BestĂ€tigung von Donald Trumps Wahlsieg durch die Parlamentskammer gefĂ€hrdet. Denn solange kein Sprecher gewĂ€hlt ist, können auch andere parlamentarische AblĂ€ufe, wie etwa die Vereidigung der Abgeordneten, nicht durchgefĂŒhrt werden.


