Nato-Gipfel beendet - Scholz beharrt auf StÀrkung der Ostflanke
12.07.2023 - 15:31:30Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Ă€uĂerte sich zum Abschluss des Treffens auch zur StĂ€rkung der Nato-Ostflanke. "Hier in Litauen wird die Bundeswehr eine robuste Brigade stationieren, sobald alle Voraussetzungen dafĂŒr erfĂŒllt sind", sagte er.
"Es ist klar, dass wir als Nato-Partner mehr Geld investieren mĂŒssen, um den gewachsenen militĂ€rischen Aufgaben gerecht werden zu können." Am Rande des Gipfels habe es zudem GesprĂ€che mit den Partnern Australien, Japan, Korea und Neuseeland gegeben: "Denn wir alle sehen uns einer Vielzahl von Bedrohungen und Sicherheitsrisiken ausgesetzt." Bei dem Gipfel berieten die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten vor allem ĂŒber die weitere Entwicklung im Ukraine-Krieg. Dabei tagte am Mittwoch erstmals der neu eingesetzte Nato-Ukraine-Rat. Mit Blick auf eine mögliche Nato-Mitgliedschaft der Ukraine lieferte das Spitzentreffen unterdessen keine konkreten Ergebnisse: Die Nato-Staaten stellten der Ukraine zwar eine Einladung fĂŒr einen Nato-Beitritt in Aussicht, legten jedoch keinen Zeitplan fest. "Wir haben deutlich gemacht, dass wir eine Einladung an die Ukraine zum Nato-Beitritt aussprechen werden, wenn die Alliierten sich einig sind und die Voraussetzungen stimmen", sagte Nato-GeneralsekretĂ€r Jens Stoltenberg dazu. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hatte im Vorfeld das Vorgehen der Nato-Staaten kritisiert: "Es ist beispiellos und absurd, wenn weder fĂŒr die Einladung noch fĂŒr die Mitgliedschaft der Ukraine ein Zeitrahmen festgelegt wird. Gleichzeitig werden sogar fĂŒr die Einladung an die Ukraine vage Formulierungen ĂŒber `Bedingungen` hinzugefĂŒgt", so das ukrainische Staatsoberhaupt. "Es scheint, als sei man weder bereit, die Ukraine in die Nato einzuladen, noch sie zum Mitglied des BĂŒndnisses zu machen." Eines der gröĂten Streitthemen der vergangenen Monate war unterdessen schon zum Gipfelauftakt am Montagabend gelöst worden, indem der tĂŒrkische PrĂ€sident Recep Tayyip Erdogan sich nach langer Blockade dazu bereit erklĂ€rte, einen Nato-Beitritt von Schweden zu unterstĂŒtzen.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


