Kreml weist Verdacht auf Pipeline-BeschĂ€digung zurĂŒck
23.10.2023 - 14:24:10Moskau weist den Verdacht zurĂŒck, in die BeschĂ€digung der Gas-Pipeline Balticconnector unter der Ostsee zwischen Finnland und Estland verwickelt zu sein. «Russland hat mit diesem Vorfall nichts zu tun», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Agentur Interfax zufolge.
Zugleich wandte er sich gegen ĂuĂerungen des lettischen PrĂ€sidenten Edgars Rinkevics. Dieser hatte gefordert, die Ostsee fĂŒr russische Schiffe zu sperren, falls Moskau die BeschĂ€digung der Gasleitung nachgewiesen werde. Solche Drohungen, egal von wem sie ausgingen, seien fĂŒr Russland inakzeptabel, sagte Peskow in Moskau.
Die finnische Regierung hatte am 10. Oktober mitgeteilt, dass die Gaspipeline zwei Tage zuvor mutmaĂlich durch Fremdeinwirkung beschĂ€digt worden sei. Sie verlĂ€uft zwischen Inkoo in Finnland und Paldiski in Estland. In der NĂ€he im Finnischen Meerbusen wurde auch ein unterseeisches Datenkabel zwischen Schweden und Estland beschĂ€digt.
In der NĂ€he wurde auĂerdem ein unterseeisches Datenkabel zwischen Schweden und Estland beschĂ€digt. Auch dabei hingen die SchĂ€den mit Ă€uĂerer Einwirkung zusammen, sagte Schwedens Verteidigungsminister PĂ„l Jonson nach Angaben der Nachrichtenagentur TT unter Verweis auf Informationen des MilitĂ€rs am Montag. Ob es sich um einen Unfall oder Sabotage handle, mĂŒssten die Ermittlungen zeigen.
Finnland und Estland ermitteln gemeinsam, halten sich mit MutmaĂungen zum Hergang aber zurĂŒck. Der Vorfall und der Verdacht einer möglichen Moskauer Beteiligung lösten aber in der Nato Besorgnis aus. Finnische Ermittler teilten dann am vergangenen Freitag mit, zum Zeitpunkt der BeschĂ€digung habe sich das chinesische Containerschiff «Newnew Polar Bear» unter der Flagge von Hongkong in der Region aufgehalten.
Bereits rund ein Jahr zuvor - im September 2022 - waren drei von vier StrÀngen der Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 durch Explosionen beschÀdigt worden. Auch hier ist die Urheberschaft noch ungeklÀrt.


