Erfolg fĂŒr Trump: Verfahren in Georgia verzögert sich
08.05.2024 - 18:03:44Weiterer juristischer Erfolg fĂŒr Ex-PrĂ€sident Donald Trump: Ein Berufungsgericht wird sich mit der Frage beschĂ€ftigen, ob die leitende StaatsanwĂ€ltin im Wahlbetrugsverfahren gegen Trump im US-Bundesstaat Georgia ihre Ermittlungen weiterfĂŒhren darf. Das Gericht in Atlanta teilte mit, einem entsprechenden Antrag Trumps stattzugeben. Damit dĂŒrfte sich ein möglicher Prozessbeginn verzögern.Â
Im MĂ€rz hatte ein Gericht entschieden, dass StaatsanwĂ€ltin Fani Willis nicht von dem Fall abgezogen werden muss. Die Belege der Gegenseite reichten nicht aus, um Willis einen Interessenkonflikt nachzuweisen, urteilte der zustĂ€ndige Richter, Scott McAfee.Â
Trump und mehrere andere Menschen sind in Georgia wegen ihrer Versuche angeklagt, den Ausgang der PrÀsidentenwahl 2020 in dem Bundesstaat umzukehren. Der Republikaner hatte damals gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Trump wird vorgeworfen, unter anderem durch Druck auf politische Verantwortliche im Bund und in Bundesstaaten wie Georgia versucht zu haben, das Wahlergebnis nachtrÀglich zu Àndern.
Verfahren könnte in sich zusammenfallen
Im Fokus des Verfahrens in Georgia stand zuletzt aber StaatsanwĂ€ltin Willis. AnwĂ€lte Trumps und weiterer Beschuldigter warfen ihr vor, von einer Beziehung zu einem anderen Staatsanwalt in dem Fall unrechtmĂ€Ăig finanziell profitiert zu haben. Der Vorwurf lautete, der Staatsanwalt Nathan Wade sei in seiner Position ĂŒberbezahlt worden und habe Willis zu gemeinsamen Luxusurlauben eingeladen. Willis wies das zurĂŒck. Richter McAfee entschied, dass durch die Beziehung ein «Anschein der Unangemessenheit» bestehe und dieser ausgerĂ€umt werden mĂŒsse. Wade zog sich daraufhin aus dem Verfahren zurĂŒck.Â
Es ist offen, wann das Berufungsgericht in Georgia nun eine Entscheidung treffen wird. Diese kann im Anschluss noch vor dem Obersten Gericht des Bundesstaats angefochten werden. Sollte Willis von dem Fall abgezogen werden, könnte das Verfahren in sich zusammenfallen.Â
Trump konnte bereits am Dienstag einen juristischen Erfolg erzielen. In der AffĂ€re um die Mitnahme geheimer Regierungsdokumente wurde der offizielle Beginn des Prozesses in Florida gegen ihn auf unbestimmte Zeit verschoben. Insgesamt ist Trump in vier Strafverfahren angeklagt - neben den Verfahren in Georgia und Florida lĂ€uft noch ein weiteres Wahlbetrugsverfahren in der US-Hauptstadt Washington und ein Schweigegeld-Prozess in New York. Dies ist der einzige Prozess gegen Trump, der bisher offiziell begonnen hat. Seit Wochen sitzt Trump regelmĂ€Ăig stundenlang im Gerichtssaal. Nach der US-PrĂ€sidentschaftswahl im November möchte er erneut ins WeiĂe Haus einziehen.


