Feiern fĂŒr aus Israels GefĂ€ngnissen entlassene PalĂ€stinenser
26.11.2023 - 04:06:12Die aus israelischen GefĂ€ngnissen entlassenen 39 PalĂ€stinenser sind einem Medienbericht zufolge bei ihrer RĂŒckkehr ins Westjordanland und Ost-Jerusalem mit Jubel begrĂŒĂt worden. Auf einem von der Zeitung «The Times of Israel» in der Nacht zum Sonntag verlinkten Video sind skandierende Menschenmengen und darunter hochgehaltene grĂŒne Fahnen der islamistischen Hamas zu sehen.
PalÀstinensischen Medien zufolge handelt es sich bei den Freigelassenen um sechs Frauen sowie 33 mÀnnliche Jugendliche unter 19 Jahren. Sie waren am Samstagabend als Teil eines Abkommens zwischen Israel und der islamistischen Hamas entlassen worden.
Die freigelassenen HĂ€ftlingen seien alle wegen terroristischer Straftaten verurteilt oder angeklagt worden, erklĂ€rte in der Nacht zum Sonntag der israelische Armeesprecher Doron Spielman. Dass sich die Freigelassenen unter den Fahnen der Hamas feiern lieĂen, zeige, um was fĂŒr Menschen es sich handele. «Es ist eine Schande, dass wir sie freilassen», sagte der Armeesprecher. Das Emirat Katar hatte gemeinsam mit Ăgypten und den USA zwischen Israel und der islamistischen Hamas eine viertĂ€gige Feuerpause und den Austausch von 50 zivilen Geiseln gegen die palĂ€stinensischen Gefangenen vermittelt.
Dutzende warteten auf die Freilassung der Gefangenen
Am Samstagabend hatten Dutzende auf die Freilassung vor einem israelischen GefĂ€ngnis nördlich von Jerusalem gewartet. PalĂ€stinensischen Angaben zufolge waren israelische Soldaten gegen die Wartenden mit TrĂ€nengas und Gummigeschossen vorgegangen. Laut SanitĂ€tern wurden vier Menschen verletzt. Israels Minister fĂŒr nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, habe angewiesen, Feiern fĂŒr die Freigelassenen zu verhindern, berichtete die «Times of Israel».
Laut der Zeitung ist unter den Freigelassenen eine 38-JÀhrige, die 2015 an einem Kontrollpunkt im Westjordanland eine Gasflasche in ihrem Auto zur Explosion gebracht und dabei einen Polizeibeamten verletzt habe. Sie sei zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Andere freigelassene PalÀstinenser hÀtten unter anderem wegen Messerangriffen oder TerroranschlÀgen mit Fahrzeugen eingesessen, sagte Armeesprecher Spielman. Es handele sich bei allen um Kriminelle.


