Ex-Ministerin, Dozentin

Österreichs Ex-Ministerin wird Dozentin in Russland

26.11.2024 - 16:45:13 | dpa.de

In Österreich war Kneissl einst Außenministerin, fĂŒhlte sich aber wegen ihrer NĂ€he zu Kremlchef Putin angefeindet. Nach Kriegsbeginn zog sie nach Russland - und macht dort erneut Karriere.

Karin Kneissl ist einer der wenigen gern gesehenen GĂ€ste aus dem Westen auf russischen Politikveranstaltungen - wie hier beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. (Archivbild) - Foto: Ulf Mauder/dpa

Die frĂŒhere Außenministerin Österreichs, Karin Kneissl, soll Dozentin an der Staatlichen UniversitĂ€t Rjasan, 200 Kilometer sĂŒdöstlich von Moskau, werden. Bei einem Besuch der 59-JĂ€hrigen an der Jessenin-UniversitĂ€t sei es gelungen, eine Vereinbarung zu erzielen: «Karin Kneissl wird bei uns unterrichten», schrieb der Rektor der UniversitĂ€t, Dmitri Bokow, auf Telegram. Details wĂŒrden spĂ€ter bekanntgegeben.

Kneissl war von 2017 bis 2019 Außenministerin in Österreich. Auf diesem Posten hatte Kneissl mit Kremlchef Wladimir Putin auf ihrer Hochzeit getanzt, einen Knicks vor dem russischen PrĂ€sidenten gemacht und dafĂŒr international Kritik auf sich gezogen. SpĂ€ter wurde sie fĂŒr den staatlichen russischen Propagandasender RT und den ebenso staatlichen Ölkonzern Rosneft tĂ€tig. 2023, ein Jahr nach Beginn von Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine, zog sie nach Russland um.

Im Juni hatte sie auf dem internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg erklÀrt, sie sei froh, mit ihrer Arbeit in Russland eine neue Chance und ein neues Leben zu haben. In Russland leitet sie die kremlnahe Denkfabrik Gorki.

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