US-Ausschuss fordert Epstein-Akten und lÀdt Clintons vor
05.08.2025 - 17:54:42Der Kontrollausschuss im US-ReprĂ€sentantenhaus hat in der Epstein-AffĂ€re die Freigabe von Ermittlungsunterlagen verlangt und mehrere hochrangige Ex-AmtstrĂ€ger vorgeladen. Das Gremium veröffentlichte Schreiben an etliche Personen, darunter US-Justizministerin Pam Bondi, den ehemaligen PrĂ€sidenten Bill Clinton sowie Ex-AuĂenministerin Hillary Clinton.
Der aktuell von den Republikanern gefĂŒhrte Kontrollausschuss im US-ReprĂ€sentantenhaus hat weitreichende Befugnisse und kann Untersuchungen einleiten. Hillary Clinton erhielt von dem Gremium eine Vorladung fĂŒr den 9. Oktober, um dort auszusagen. Bill Clinton soll am 14. Oktober erscheinen. Justizministerin Bondi wurde aufgefordert, bis zum 19. August Akten freizugeben, soweit dies ein Gericht genehmigt. Ziel sei es, die Aufarbeitung des Falls um den 2019 verstorbenen SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein voranzutreiben, hieĂ es in den Schreiben.Â
US-Medien: Anhörungen nicht öffentlich
Ebenfalls vorgeladen wurden etliche weitere Ex-Justizminister - darunter Jeff Sessions und Merrick Garland - sowie die ehemaligen FBI-Direktoren Robert Mueller und James Comey. Nach Angaben von US-Medien handelt es sich um nicht öffentliche Anhörungen.
Epstein hatte ĂŒber viele Jahre systematisch MinderjĂ€hrige missbraucht. 2019 beging er mit 66 Jahren in seiner GefĂ€ngniszelle offiziellen Angaben zufolge Suizid. Seine langjĂ€hrige Vertraute Ghislaine Maxwell wurde 2022 wegen ihrer Rolle beim Aufbau eines Rings zum sexuellen Missbrauch von MĂ€dchen zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Epstein-AffÀre setzt Trump unter Druck
In Teilen der US-Gesellschaft sorgte Epsteins Tod fĂŒr wilde Spekulationen, weil er beste Kontakte in die amerikanische High Society pflegte. Prominente und MilliardĂ€re gingen bei ihm ein und aus. Auch US-PrĂ€sident Donald Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos belegen. Der Republikaner hatte im Wahlkampf versprochen, die Epstein-Akten zu öffnen. Weil er dies bislang nicht getan hat, wĂ€chst der Druck - auch aus den eigenen Reihen.Â
Trump hatte in den vergangenen Wochen versucht, die Aufmerksamkeit auf einen seiner VorgĂ€nger, Bill Clinton, zu lenken. Ein Clinton-Sprecher lieĂ bereits 2019 wissen, dass der Demokrat seit mehr als einem Jahrzehnt keinen Kontakt mehr zu Epstein gehabt habe und nichts ĂŒber dessen Verbrechen wisse.Â
Brisanter «WSJ»-Bericht
Laut einem Bericht des «Wall Street Journal» war in einem Geburtstagsalbum zu Epsteins 50. Geburtstag neben einem GlĂŒckwunschschreiben von Trump auch eines von Clinton enthalten. Trump bestritt seinerseits, der Urheber zu sein. Laut «WSJ» lehnte der Clinton-Sprecher einen Kommentar ab und verwies auf sein frĂŒheres Statement.


