GesprÀche zwischen Israel und Libanon - KÀmpfe dauern an
15.05.2026 - 17:18:01 | dpa.de
Israelische und libanesische UnterhĂ€ndler setzen Medienberichten zufolge ihre GesprĂ€che in Washington fort. Das berichteten ĂŒbereinstimmend der arabischsprachige Sender Al-Jazeera und die israelische Zeitung «Haaretz». Ein Sprecher des US-AuĂenministeriums teilte spĂ€ter mit, die AtmosphĂ€re bei dem Treffen sei «sehr positiv, sogar besser als erwartet».
Libanon und Israel hatten sich Mitte April nach GesprĂ€chen auf Diplomatenebene erstmals auf eine Waffenruhe geeinigt. Eine weitere GesprĂ€chsrunde begann am Donnerstag. Die libanesische Regierung ist allerdings selbst keine aktive Konfliktpartei. Israel liefert sich Gefechte mit der mit dem Iran verbĂŒndeten Hisbollah-Miliz im Libanon, die nicht mit am Tisch sitzt.Â
Mit Spannung wurde erwartet, ob die beiden Regierungen sich auf eine VerlÀngerung der Waffenruhe einigen werden. Die bisherige Vereinbarung lÀuft an diesem Sonntag (17. Mai) aus.
Tote und Verletzte bei KĂ€mpfen und Luftangriffe
Der gegenseitige Beschuss zwischen Israel und der Hisbollah wurde jedoch trotz der Waffenruhevereinbarung von beiden Seiten fortgesetzt. Libanesischen Medienberichten zufolge wurden bei israelischen Angriffen im SĂŒden des Libanon allein am Freitag mehrere Menschen getötet. Dutzende wurden verletzt, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.Â
Die israelische Armee gab den Tod eines Soldaten bei KĂ€mpfen im SĂŒdlibanon bekannt. Am Nachmittag meldete das israelische MilitĂ€r, eine im SĂŒdlibanon gestartete Rakete sei abgefangen worden. Am frĂŒhen Abend berichteten israelische Medien ĂŒber mutmaĂliche Drohnen im nordisraelischen Luftraum. Die israelische Armee forderte die Bewohner in mehreren Dörfern im sĂŒdlichen Libanon zur Flucht auf.Â
Fast 3.000 Tote im Libanon seit Beginn der KĂ€mpfe
Seit dem Beginn der jĂŒngsten Feindseligkeiten Anfang MĂ€rz wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums in dem Land beinahe 3.000 Menschen getötet.
Die israelische Regierung will vor allem eine dauerhafte Entwaffnung der vom Iran unterstĂŒtzen Hisbollah durchsetzen. Beirut pocht zunĂ€chst auf Deeskalation und einen dauerhaften Waffenstillstand. Eine Normalisierung der Beziehungen hat die libanesische Regierung unter den aktuellen Bedingungen mehrfach ausgeschlossen.
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