Weltkriegsgedenken, Moskau

Vor Weltkriegsgedenken: Moskau meldet neue Drohnenangriffe

06.05.2025 - 01:29:02

In wenigen Tagen soll in Moskau mit einer großen Parade vor zahlreichen GĂ€sten des Sieges gegen Nazi-Deutschland gedacht werden. Die Ukraine schickt erneut Drohnen Richtung russische Hauptstadt.

Wenige Tage vor den Gedenkfeiern in Moskau zum Sieg ĂŒber Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg meldet Russland neue Drohnenangriffe auf seine Hauptstadt. Mindestens 18 unbemannte Flugobjekte seien aus verschiedenen Richtungen auf Moskau zugesteuert und von den FlugabwehrkrĂ€ften abgeschossen worden, teilte BĂŒrgermeister Sergej Sobjanin in der Nacht zu Dienstag auf Telegram mit. TrĂŒmmer einer Drohne seien auf eine Autobahn gestĂŒrzt. Bislang gebe es aber keine Berichte ĂŒber schwere SchĂ€den oder Verletzte. 

DarĂŒber hinaus teilten die Behörden mit, ĂŒber den Gebieten Woronesch und Pensa seien ukrainische Drohnen abgefangen worden. Auch von dort wurden zunĂ€chst weder SchĂ€den noch Verletzte gemeldet. 

Aus SicherheitsgrĂŒnden wurde der Flugverkehr auf den vier Moskauer FlughĂ€fen Scheremetjewo, Domodedowo, Wnukowo und Schukowski vorĂŒbergehend eingestellt, wie die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde Rosawiazija berichtete. DarĂŒber hinaus wurde der Flugverkehr auch auf den FlughĂ€fen in Kaluga (rund 200 Kilometer sĂŒdwestlich von Moskau), Saratow (rund 850 km sĂŒdöstlich von Moskau) und Wolgograd (rund 1.000 Kilometer sĂŒdöstlich von Moskau) zeitweise gestoppt.

Bereits am Montag hatten die russischen Behörden einen ukrainischen Drohnenangriff gemeldet. Die Angaben lassen sich unabhĂ€ngig kaum ĂŒberprĂŒfen.

Am 9. Mai begeht Russland den Tag des Sieges ĂŒber Nazi-Deutschland vor 80 Jahren. Zu der Parade in Moskau werden viele auslĂ€ndische GĂ€ste erwartet, darunter der chinesische Staatschef Xi Jinping. 

Selenskyj fĂŒr 30-tĂ€gige Waffenruhe

Kremlchef Wladimir Putin hatte rund um das Datum, das in Moskau mit einer MilitĂ€rparade gefeiert wird, eine dreitĂ€gige Waffenruhe im Ukraine-Krieg angeordnet. Die Ukraine hĂ€lt das allerdings fĂŒr ein TĂ€uschungsmanöver. Kiew fordert, dass die Waffen mindestens 30 Tage schweigen sollen als Einstieg in eine mögliche weitergehende Lösung zur Beendigung des russischen Angriffskriegs. Das wiederum lehnt Russland ab. 

Unterdessen meldete auch die Ukraine einen russischen Drohnenangriff auf die Großstadt Charkiw. Ein Wohnhaus stehe in Flammen, teilte BĂŒrgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Zu möglichen Opfern gab es zunĂ€chst keine Informationen. 

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als drei Jahren gegen die russische Invasion. Dabei attackieren die Verteidiger immer wieder auch Ziele im Nachbarland. Die Opfer und SchÀden ihrer Gegenangriffe stehen in keinem VerhÀltnis zu den verheerenden Folgen des russischen Angriffskriegs auf ukrainischer Seite.

@ dpa.de