Nahost, Israel

Berichte: PlĂŒnderungen durch israelische Soldaten im Libanon

03.05.2026 - 09:49:06 | dpa.de

Israels MilitĂ€rchef hat zuletzt scharf vor möglichen PlĂŒnderungen durch Soldaten im SĂŒdlibanon gewarnt. Dennoch soll die Armee Probleme haben, das PhĂ€nomen unter Kontrolle zu bringen.

Israelische Soldaten im SĂŒdlibanon. (Archivbild) - Foto: Ariel Schalit/AP/dpa
Israelische Soldaten im SĂŒdlibanon. (Archivbild) - Foto: Ariel Schalit/AP/dpa

Ungeachtet einer scharfen Warnung durch den Generalstabschef hat die israelische Armee nach Medienberichten Schwierigkeiten, mutmaßliche PlĂŒnderungen durch Soldaten im SĂŒdlibanon zu stoppen. Die israelische Zeitung «Jediot Achronot» zitierte einen namentlich nicht genannten Reservisten, der berichtete, er habe mehrere FĂ€lle von PlĂŒnderungen im Libanon erlebt. 

«Wir trafen an der Grenze viele Reserveeinheiten, sie nahmen einfach alles mit – Waffen, Souvenirs, Schmuck, Decken, Bilder», berichtete der Soldat. In einem anderen Fall habe er aber erlebt, wie ein israelischer Kommandeur Soldaten daran gehindert habe, Raubgut nach Israel mitzunehmen. Auch die israelische Zeitung «Haaretz» berichtete, Soldaten hĂ€tten private HĂ€user und GeschĂ€fte im Libanon geplĂŒndert, deren Einwohner oder Besitzer vor den KĂ€mpfen geflohen seien. Bereits im Gaza-Krieg hatte es Ă€hnliche Berichte gegeben. 

MilitĂ€rchef nannte PlĂŒnderungen «verwerflich»

Der israelische Generalstabschef Ejal Zamir hatte vor knapp einer Woche in einer Ansprache vor ranghohen MilitĂ€rs scharf vor möglichen PlĂŒnderungen durch Soldaten gewarnt. «Das PhĂ€nomen der PlĂŒnderungen, falls es existiert, ist verwerflich und kann die gesamte Armee in Verruf bringen», sagte er nach Medienberichten. «Wenn es solche VorfĂ€lle gegeben hat, werden wir sie untersuchen. Wir werden nicht zur Tagesordnung ĂŒbergehen.» 

Zamir wies die zustĂ€ndigen Kommandeure demnach an, binnen einer Woche einen ausfĂŒhrlichen Bericht zu dem Thema vorzulegen. Im Falle von Hinweisen auf Vergehen sollten diese zur strafrechtlichen Behandlung an die MilitĂ€rpolizei ĂŒbergeben werden.

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