Nahost, MilitÀr

Trump nach Treffen mit Netanjahu: Bevorzuge Deal mit Iran

11.02.2026 - 20:47:59

Israels MinisterprĂ€sident und der US-PrĂ€sident haben sich getroffen, um ĂŒber den Konflikt mit dem Iran zu sprechen. Trump lĂ€sst danach durchblicken, welche Linie er vorgelegt hat.

  • Zu Besuch bei Trump: Israels Regierungschefs. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

    Mark Schiefelbein/AP/dpa

  • Zu Besuch bei Trump: Israels Regierungschefs. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

    Mark Schiefelbein/AP/dpa

  • Trump und Netanjahu haben sich seit Trumps Amtsantritt bereits sieben Mal getroffen. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

    Alex Brandon/AP/dpa

Zu Besuch bei Trump: Israels Regierungschefs. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpaZu Besuch bei Trump: Israels Regierungschefs. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpaTrump und Netanjahu haben sich seit Trumps Amtsantritt bereits sieben Mal getroffen. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

US-PrĂ€sident Donald Trump hat nach eigenen Worten beim Treffen mit Israels MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu klargemacht, dass er im Iran-Konflikt weiter auf Verhandlungen setzt. Er habe darauf «bestanden», dass die Verhandlungen mit dem Iran weitergefĂŒhrt werden, um herauszufinden, ob ein Deal zustande kommen kann, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Wenn ja, wĂ€re das die von ihm bevorzugte Option. Angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten und der erhöhten Kriegsgefahr hatten israelische Medien das Treffen als wegweisend eingestuft.

Die siebte Zusammenkunft der beiden seit Trumps Amtsantritt ereignete sich wenige Tage, nachdem Vertreter der USA und des Irans vergangene Woche in Omans Hauptstadt Maskat neue Verhandlungen begonnen hatten. Trump stellte danach eine Fortsetzung in Aussicht – ein genauer Termin dafĂŒr steht bisher nicht fest. 

Israel warnte wiederholt vor einem Abkommen mit dem Iran, das sich nur auf das Atomprogramm beschrĂ€nkt. Der jĂŒdische Staat sieht sich durch das Programm in seiner Existenz bedroht. Gleichzeitig fordert Israel aber auch, dass der Iran sein Arsenal ballistischer Raketen und die UnterstĂŒtzung seiner israelfeindlichen VerbĂŒndeten in der Region herunterfĂ€hrt. Teheran will dagegen nur ĂŒber das Atomprogramm verhandeln. 

Trump spielt nach Netanjahu-Treffen auf militÀrische Angriffe an

Nach der Zusammenkunft mit Netanjahu im Weißen Haus sprach Trump von einem «sehr guten Treffen», bei dem allerdings nichts Definitives vereinbart worden sei – abgesehen von seinem Beharren auf Verhandlungen. Das letzte Mal habe sich der Iran gegen ein Abkommen entschieden und sei dann von US-Angriffen auf iranische Atomanlagen getroffen worden, schrieb Trump. FĂŒr den Iran sei das nicht gut gewesen. «Hoffentlich werden sie dieses Mal vernĂŒnftiger und verantwortungsbewusster sein.»

2025 kam es trotz Verhandlungen zum Krieg

Washington und Teheran hatten bereits im vergangenen Jahr ĂŒber Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt, die GesprĂ€che waren jedoch bei zentralen Fragen ins Stocken geraten. Nur einen Tag vor Beginn der geplanten sechsten Verhandlungsrunde im Juni 2025 griff Israel dann den Iran an. Die StreitkrĂ€fte der Islamischen Republik reagierten mit Raketenbeschuss. Knapp eine Woche spĂ€ter schloss sich das US-MilitĂ€r dem Krieg an und bombardierte zentrale Atomanlagen. Trump sagte damals, Irans Nukleareinrichtungen seien komplett vernichtet worden.

Die neuen Verhandlungen ereignen sich auch vor dem Hintergrund einer aufgestockten US-MilitĂ€rprĂ€senz in Nahost. Trump veranlasste diese auch deshalb, weil es im Januar Massenproteste im Iran gegeben hatte, die der staatliche Sicherheitsapparat brutal niederschlug. Trump hatte der iranischen FĂŒhrung daraufhin mit einem militĂ€rischen Eingreifen gedroht und die US-MilitĂ€rprĂ€senz in der Region unter anderem mit dem FlugzeugtrĂ€ger «USS Abraham Lincoln» gestĂ€rkt. In einem Interview mit dem US-Nachrichtenportal «Axios» sagte Trump jĂŒngst, dass er erwĂ€ge, einen weiteren FlugzeugtrĂ€ger in die Region zu senden. 

Was Israels Position zu den neuen Verhandlungen ist

Netanjahu betonte bei dem GesprĂ€ch mit Trump mit Blick auf die neuen Verhandlungen mit dem Iran die SicherheitsbedĂŒrfnisse seines Landes. Außerdem sei es um den Gazastreifen und die Lage in der Region gegangen, teilte Netanjahus BĂŒro nach der Zusammenkunft mit. Mit Trump habe er sich auf eine «Fortsetzung der engen Koordination und des engen Kontakts zwischen ihnen» geeinigt. 

Mehrere israelische Medien berichteten, Israel halte einen Krieg mit dem Iran fĂŒr unvermeidlich und letztlich nur fĂŒr eine Frage der Zeit. Als Grund wurde eine unnachgiebige Haltung Teherans bei den Verhandlungen genannt.

@ dpa.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.