Meloni, Biden

Meloni: Beziehung zu USA ist «historisch eng»

28.07.2023 - 06:20:02

Italiens MinisterprÀsidentin beteuert eine enge Beziehung zu den USA, «unabhÀngig von politischer Couleur». Bei ihrem Treffen mit US-PrÀsident Biden war auch China ein Thema.

Nach ihrem ersten Besuch im Weißen Haus hat Italiens ultrarechte MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni die aus ihrer Sicht enge Partnerschaft mit den USA hervorgehoben, unabhĂ€ngig von der politischen Ausrichtung der beiden Regierungen.

«Unsere Beziehungen sind historisch eng und ĂŒberdauern Regierungen und bleiben stark, unabhĂ€ngig von der politischen Couleur», sagte Meloni bei einer Pressekonferenz in der italienischen Botschaft in Washington nach einem Treffen mit US-PrĂ€sident Joe Biden am Donnerstagabend. «In schwierigen Zeiten wissen wir, wer unsere Freunde sind, und ich glaube, dass unsere Nationen gezeigt haben, dass sie mehr aufeinander zĂ€hlen können, als manche dachten.»

Meloni unterstĂŒtzt Nato und Ukraine

FĂŒr viele Beobachter ĂŒberraschend verfolgt Meloni seit Beginn ihrer Amtszeit eine Außenpolitik, die auf europĂ€ischen und atlantischen Werten beruht. In der EU zeigt sie sich bisher als verlĂ€ssliche Partnerin und mit Blick auf die USA als BefĂŒrworterin des transatlantischen BĂŒndnisses. Sie unterstĂŒtzt zudem die Nato und steht an der Seite der Ukraine. Biden dankte Meloni vor dem Treffen fĂŒr die «starke UnterstĂŒtzung» Italiens fĂŒr die von Russland angegriffene Ukraine, gab sich in der Bewertung des VerhĂ€ltnisses aber zurĂŒckhaltender.

Auch China war Thema des Treffens

Auch China war nach Angaben Melonis Thema bei dem Treffen. Zuvor war spekuliert worden, ob sie in Washington ankĂŒndigen könnte, dass sich Italien aus dem Infrastrukturprojekt «Neue Seidenstraße» zurĂŒckziehe. Italien trat der Initiative 2019 als erstes G7-Land bei. Meloni gilt aber als ausgewiesene Kritikerin des Projekts.

Ein RĂŒckzug Italiens dĂŒrfte im Interesse Washingtons sein, dessen VerhĂ€ltnis zu Peking angespannt ist. Biden und Meloni hĂ€tten besprochen, dass es wichtig sei, die eigene wirtschaftliche Sicherheit zu gewĂ€hrleisten und gleichzeitig den Dialog mit Peking zu suchen, betonte die Italienerin in der US-Hauptstadt. Sie kĂŒndigte an, bald nach China zu reisen.

@ dpa.de