Katie Zacharia gibt Sprecherposten nach fünf Tagen auf
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 20:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTrumps Entscheidung betrifft die Pressearbeit
- Katie Zacharia gibt den Posten als Sprecherin des Weißen Hauses nach wenigen Tagen wieder auf.
- US-Präsident Donald Trump hatte ihr zuvor nahegelegt, über einen Rücktritt nachzudenken.
- Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger war zunächst nicht benannt.
Katie Zacharia verlässt das Weiße Haus nach wenigen Tagen
Die neue Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, gibt ihr Amt nach nur wenigen Tagen wieder auf. Ein hochrangiger Regierungsbeamter bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass sie den Posten räumen werde; ein genauer Zeitpunkt wurde zunächst nicht genannt.
Trump stellt Rückzug als ihre Entscheidung dar
Trump sagte vor Reportern, er habe Zacharia geraten, sich den Schritt noch einmal zu überlegen. Ob sie im Amt bleibe, wolle er ihr selbst überlassen.
Mehrere US-Medien berichteten dagegen, Trump habe sie entlassen. Der Präsident äußerte zudem Zweifel daran, ob Zacharia für die Aufgabe geeignet sei, und sagte, sie sei von Medien schlecht und unfair behandelt worden.
Kurzer und holpriger Start
Zacharia hatte das Amt erst am Montag übernommen. Am Dienstag hielt sie ihre erste Pressekonferenz im Weißen Haus ab, die nach wenigen Fragen und rund 14 Minuten endete; dabei blieben unter anderem Versprecher in Erinnerung.
Sie war Nachfolgerin von Karoline Leavitt, die das Amt Ende August verlassen hatte. Trump hatte Zacharias Ernennung erst am Sonntag öffentlich gemacht und sie zunächst als starke Unterstützerin gelobt.
Debatte über berufliche Qualifikationen
Die Personalentscheidung war auch wegen Zacharias beruflicher Qualifikationen unter Druck geraten. Im Mittelpunkt stand ihre wiederholte Verwendung einer Anwaltsbezeichnung, obwohl sie die dafür erforderliche Zulassung nach eigenen Angaben nicht bestanden hatte.
Zacharia hatte den Posten nach eigener Darstellung kurzfristig übernommen. Trump habe sie angerufen, sie sei für ein Treffen angereist, habe das Angebot am Freitag angenommen und sei am Sonntag nach Washington zurückgekehrt, um am Montag im Weißen Haus zu beginnen.
Nachfolge bleibt zunächst offen
Wer die Sprecherin ersetzen soll, war zunächst unklar. Damit muss das Weiße Haus kurzfristig eine neue Person für eine zentrale öffentliche Kommunikationsrolle der Regierung bestimmen.
Katie Zacharias Rückzug beendet eine ungewöhnlich kurze Amtszeit an der Spitze der Pressearbeit des Weißen Hauses. Sie hatte das Amt erst am Montag übernommen und bereits am Dienstag ihre erste Pressekonferenz nach wenigen Fragen beendet. Damit fällt die Personalie in eine Phase, in der die Kommunikation der Trump-Regierung besonders eng mit politischer Mobilisierung und öffentlicher Wirkung verbunden ist.
Die Sprecherin soll die Position des Präsidenten vermitteln, politische Entscheidungen erklären und Medienanfragen im täglichen Briefing beantworten. Ein schneller Wechsel kann deshalb organisatorische Folgen haben: Das Weiße Haus muss kurzfristig eine Nachfolge bestimmen, während wichtige Botschaften weiterhin abgestimmt und öffentlich vertreten werden müssen.
Debüt und Qualifikationsdebatte
Zacharias Start war von Versprechern, einem kurzen Auftritt und einer Debatte über ihre Verwendung der Anwaltsbezeichnung geprägt. In den Tagen vor ihrem Rückzug geriet dadurch nicht nur ihr Auftreten, sondern auch ihr beruflicher Lebenslauf unter öffentliche Aufmerksamkeit.
Für die politische Kommunikation des Präsidenten ist die Personalie zudem deshalb relevant, weil die Sprecherin eine besonders sichtbare Schnittstelle zwischen Regierung, Medien und Anhängerschaft bildet. Wer ihr folgt, wird an der Fähigkeit gemessen werden, Trumps Botschaften geschlossen zu vertreten und zugleich regelmäßige Pressearbeit im Weißen Haus sicherzustellen.
Unklarer Nachfolgeprozess
Wer den Posten übernimmt, war zunächst offen. Bis eine Nachfolge feststeht, dürfte die Regierung die tägliche Kommunikation über bestehende Sprecher und Kommunikationsmitarbeiter organisieren. Der Rückzug zeigt zugleich, wie schnell sich eine öffentlich angekündigte Personalentscheidung im engsten Umfeld des Präsidenten verändern kann.
