Katie Zacharia, Donald Trump

Katie Zacharia gibt Amt nach wenigen Tagen im Weißen Haus auf

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 00:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Katie Zacharia verliert ihr Amt als Sprecherin des Weißen Hauses nach nur wenigen Tagen. Die Darstellung des Abgangs bleibt zwischen Trumps eigener Schilderung und Berichten über eine Entlassung umstritten.

Zacharias Weg ins Weiße Haus

  • Trump machte Zacharia erst am Sonntag öffentlich zur neuen Sprecherin.
  • Sie trat am Montag, dem US-Feiertag Columbus Day, den Posten an.
  • Zacharia folgte auf Karoline Leavitt, die das Amt Ende August verlassen hatte.
  • Zacharia hatte erst vor ein paar Tagen ihre erste Pressekonferenz als Trumps Sprecherin - nun gibt sie den Posten US-Kreisen zufolge schon wieder auf.(Archivbild) - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
  • Bei ihrem ersten Auftritt als Trumps Sprecherin wirkte Zacharia stellenweise nervös. (Archivfoto) - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
Zacharia hatte erst vor ein paar Tagen ihre erste Pressekonferenz als Trumps Sprecherin - nun gibt sie den Posten US-Kreisen zufolge schon wieder auf.(Archivbild) - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa Bei ihrem ersten Auftritt als Trumps Sprecherin wirkte Zacharia stellenweise nervös. (Archivfoto) - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Katie Zacharia gibt ihr Amt als Sprecherin des Weißen Hauses nach nur wenigen Tagen wieder auf. Ein ranghoher Regierungsbeamter bestätigte, dass sie den Posten räumen werde; wer ihr nachfolgt, war zunächst unklar.

Trump stellt Entscheidung als Rücktritt dar

US-Präsident Donald Trump sagte vor Reportern, er habe Zacharia nahegelegt, über einen Rücktritt nachzudenken, ihr die Entscheidung aber selbst überlassen. Mehrere US-Medien berichteten dagegen, Trump habe sie entlassen.

Trump äußerte zudem Zweifel, ob Zacharia für die Aufgabe geeignet sei. Zugleich sagte er, sie sei von Medien schlecht und unfair behandelt worden, und er werde ihre Entscheidung unterstützen.

Erster Auftritt sorgt für Kritik

Zacharia hatte den Posten erst am Montag angetreten. Bei ihrer ersten Pressekonferenz am Dienstag fiel sie durch Versprecher und ein ungewöhnlich schnelles Ende nach nur wenigen Fragen auf.

Nach Angaben des Senders CBS News verbrachte sie die Woche ungewöhnlich isoliert und fungierte nicht als Pressesprecherin. Politico berichtete, Trump habe sich gegenüber Dritten kritisch über sie geäußert; eine Trump nahestehende Person sagte CNN, der Präsident halte sie für ungeeignet, schätze sie aber als Person.

Fragen zu juristischer Qualifikation

Zusätzlichen Druck löste Zacharias beruflicher Hintergrund aus. Sie hatte sich wiederholt als „lawyer“ bezeichnet, obwohl sie die kalifornische Anwaltsprüfung 2011 nicht bestanden hatte.

Zacharia erklärte, ihr sei gesagt worden, sie dürfe sich als „lawyer“, nicht aber als „attorney“ bezeichnen. Trump hatte sie bei ihrer Ernennung dennoch als „attorney“ vorgestellt.

Überraschende Berufung vor dem Amtsantritt

Trump hatte Zacharia zunächst gelobt und von starken Ergebnissen für das Land gesprochen. Nach ihren eigenen Angaben rief er sie kurzfristig an; sie flog zu einem Treffen, nahm das Angebot am Freitag an und trat bereits am darauffolgenden Montag im Weißen Haus an.

Vor ihrer Ernennung arbeitete Zacharia als Kommunikationsberaterin für die Trump Media & Technology Group. Zuvor war sie kurzzeitig stellvertretende Sprecherin des Heimatschutzministeriums und trat als Kommentatorin bei Fox News und Newsmax auf.

Der schnelle Abgang Zacharias fällt in eine Phase, in der das Amt der Pressesprecherin des Weißen Hauses besonders stark im öffentlichen Blick steht. Die Funktion bündelt die tägliche Kommunikation der Regierung, beantwortet Fragen zu politischen Entscheidungen und prägt damit wesentlich, wie das Weiße Haus seine Linie gegenüber Medien und Öffentlichkeit vermittelt.

Zacharia hatte den Posten erst am Montag übernommen und bereits am Dienstag ihre erste Pressekonferenz gegeben. Nach dpa-Angaben blieb von dem Auftritt vor allem ein nervöser Eindruck mit Versprechern und einem ungewöhnlich schnellen Ende nach wenigen Fragen. Zugleich gerieten ihre Angaben zu ihrer beruflichen Qualifikation unter Druck, nachdem bekannt geworden war, dass sie die kalifornische Anwaltsprüfung 2011 nicht bestanden hatte.

Kurze Amtszeiten erhöhen den Druck

Für die Regierung bedeutet der abrupte Wechsel zunächst organisatorische Unsicherheit: Eine Nachfolge muss gefunden und kommunikativ eingearbeitet werden. Wer Zacharia ersetzen soll, war zunächst offen. Der Vorgang zeigt zugleich, wie rasch Personalentscheidungen im Weißen Haus durch öffentliche Auftritte, Medienberichte und Fragen zur Biografie belastet werden können.

Offen bleibt neben der Nachfolge auch die genaue Darstellung des Abgangs. Trump stellte ihn als von Zacharia selbst zu treffende Entscheidung dar, während mehrere US-Medien von einer Entlassung berichteten. Diese unterschiedliche Darstellung dürfte die politische Bewertung des Vorgangs mitbestimmen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau: „Trumps neue Sprecherin räumt ihren Posten nach wenigen Tagen im Amt“ (16.10.2026)

Der Beitrag bestätige Zacharias Abgang nach wenigen Tagen und stelle Trumps Darstellung einer freiwilligen Entscheidung den Berichten über eine Entlassung gegenüber. Als Schwerpunkt hebe er die kurze Amtszeit und die vorausgegangenen Negativschlagzeilen hervor.

Euronews: „Kurze Amtszeit: Trumps neue Sprecherin Zacharia räumt ihren Posten“ (16.10.2026)

Der Artikel ordne den Abgang stärker als Folge von Kritik an Zacharias erstem Auftritt und Fragen zu ihrem Lebenslauf ein. Er berichte zudem, dass mehrere US-Medien von einer Entlassung ausgegangen seien, während Trump dem widersprochen habe. Einigkeit bestehe über den schnellen Abgang, offen bleibe die genaue Form der Personalentscheidung.

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