Olaf Scholz, Wolodymyr Selenskyj

Scholz und Selenskyj mit «WeltbĂŒrger-Preis» ausgezeichnet

21.09.2023 - 04:24:20

Klimagipfel, Rede vor der UN-Vollversammlung und Sicherheitsratssitzung zum Ukraine-Krieg: Drei Tage verbringt Kanzler Scholz in New York. Zum Abschluss bekommt er einen Preis - und nicht nur er.

  • Bundeskanzler Olaf Scholz (l) und PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bei ihrem bilateralen Treffen nach der Sitzung des UN-Sicherheitsrats. - Foto: Michael Kappeler/dpa

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  • Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) steht bei der Verleihung des Global Citizen Award in New York neben seiner Frau Britta Ernst. - Foto: Michael Kappeler/dpa

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  • Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj nimmt in New York den Global Citizen Awards entgegen. - Foto: Julia Nikhinson/AP/dpa

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Bundeskanzler Olaf Scholz (l) und PrÀsident Wolodymyr Selenskyj bei ihrem bilateralen Treffen nach der Sitzung des UN-Sicherheitsrats. - Foto: Michael Kappeler/dpaBundeskanzler Olaf Scholz (SPD) steht bei der Verleihung des Global Citizen Award in New York neben seiner Frau Britta Ernst. - Foto: Michael Kappeler/dpaDer ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj nimmt in New York den Global Citizen Awards entgegen. - Foto: Julia Nikhinson/AP/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sind fĂŒr ihre Verdienste um die internationale Zusammenarbeit mit dem Global Citizen Award ausgezeichnet worden. Die beiden nahmen den «WeltbĂŒrger-Preis» des Atlantic Council, einer Nichtregierungsorganisation zur Förderung der transatlantischen Beziehungen, gestern Abend (Ortszeit) bei einem Gala-Dinner in New York entgegen.

Scholz sagte, er fĂŒhle sich geehrt, den Preis zusammen mit Selenskyj zu erhalten. «Russlands brutaler Angriffskrieg gegen die Ukraine wird in Europa ausgetragen - aber er ist gleichzeitig ein Angriff auf die Grundprinzipien unserer internationalen Ordnung», sagte er. Der Kanzler versprach Selenskyj erneut UnterstĂŒtzung fĂŒr den Krieg gegen die russischen Angreifer, solange dies nötig sei.

Selenskyj ĂŒber Wall-Street-Pomp: «Nicht meine Welt»

Selenskyj widmete den Preis den Soldatinnen und Soldaten, die gegen die russischen Invasoren kĂ€mpfen, und den Kindern und Frauen, die von «russischen Terroristen» getötet worden sind. Er widmete ihn aber auch allen «mutigen Staaten, die an unserer Seite sind und uns unterstĂŒtzt haben» - sowie allen Menschen, die weltweit fĂŒr Freiheit kĂ€mpften wie die Ukraine.

Zum pompösen Rahmen der Preisverleihung an der Wall Street im Herzen des Finanzdistrikts von Manhattan sagte Selenskyj nur: «Das ist nicht meine Welt.» Seine nur kurze Rede entschuldigte er damit, dass er am heutigen Donnerstag ein wichtiges GesprĂ€ch mit US-PrĂ€sident Joe Biden in Washington zu fĂŒhren habe. «Da muss ich Energie sparen.»

Scholz spricht 30 Minuten mit Selenskyj - auch ĂŒber Taurus?

Vor der Preisverleihung hatte Scholz den ukrainischen PrĂ€sidenten zu einer 30-minĂŒtigen Unterredung in New York getroffen. Regierungssprecher Steffen Hebestreit teilte danach mit, Selenskyj habe sich fĂŒr die deutsche MilitĂ€rhilfe bedankt, insbesondere fĂŒr Artillerie und Luftverteidigung.

Ob es in dem GesprĂ€ch auch um die von der Ukraine gewĂŒnschten weitreichenden Marschflugkörper Taurus ging, blieb zunĂ€chst offen. Scholz hat sich bisher zurĂŒckhaltend zur Lieferung von Waffen dieser neuen QualitĂ€t geĂ€ußert. Er will vermeiden, dass die Raketen mit einer Reichweite von 500 Kilometern russisches Territorium treffen. Derzeit wird geprĂŒft, wie das technisch ausgeschlossen werden kann.

Beziehungen zu den USA «stÀrker als je zuvor»

Scholz betonte in seiner Rede auch, dass das transatlantische VerhÀltnis im Zuge der Ukraine-Krise gestÀrkt worden sei. «Ich bin stolz, heute sagen zu können: Unsere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten sind stÀrker als je zuvor.»

Auch Kishida und Yellen unter den PreistrÀgern

Mit den Global Citizen Awards werden jedes Jahr wĂ€hrend der UN-Generaldebatte Persönlichkeiten ausgezeichnet, «die dazu beigetragen haben, positive VerĂ€nderungen in ihren Gesellschaften voranzutreiben, und die das Bekenntnis zur internationalen Zusammenarbeit verkörpern». Der Preis wurde im Rahmen eines kommerziellen Gala-Dinners verliehen, fĂŒr das die gĂŒnstigsten Tickets 2500 US-Dollar (2336 Euro) kosteten.

Weitere PreistrÀger waren in diesem Jahr der japanische MinisterprÀsident Fumio Kishida, US-Finanzministerin Janet Yellen und der Chef der First Eastern Investment Group, Victor Chu. Die Preisverleihung bildete den Abschluss des dreitÀgigen Aufenthalts des Kanzlers in New York, seiner zweiten Dienstreise als Regierungschef, bei der er von seiner Ehefrau Britta Ernst begleitet wurde.

@ dpa.de