Putin, Mongolei

Putin in der Mongolei - Ukraine fordert Konsequenzen

Veröffentlicht am: 02.09.2024 um 21:53 Uhr | dpa.de

Kremlchef Putin besucht die Mongolei und damit erstmals seit Kriegsbeginn ein Land, das den Internationalen Strafgerichtshof anerkennt. Die Ukraine fordert die Festnahme des PrÀsidenten.

  • Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin will mit seinem Besuch in der Mongolei auch zeigen, dass er trotz seines Angriffskrieges gegen die Ukraine nicht isoliert ist auf internationaler BĂŒhne. - Bild: Natalia Gubernatorova/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
    Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin will mit seinem Besuch in der Mongolei auch zeigen, dass er trotz seines Angriffskrieges gegen die Ukraine nicht isoliert ist auf internationaler BĂŒhne. - Bild: Natalia Gubernatorova/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
  • Ungeachtet eines vom Internationalen Strafgerichtshofs erlassenen Haftbefehls will der russische PrĂ€sident Wladimir Putin in die Mongolei reisen. (Archivbild) - Bild: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
    Ungeachtet eines vom Internationalen Strafgerichtshofs erlassenen Haftbefehls will der russische PrÀsident Wladimir Putin in die Mongolei reisen. (Archivbild) - Bild: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
  • Kremlchef Wladimir Putin besucht ungeachtet des Haftbefehls wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in der Ukraine Russlands Nachbarland Mongolei. - Bild: Kristina Kormilitsyna/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
    Kremlchef Wladimir Putin besucht ungeachtet des Haftbefehls wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in der Ukraine Russlands Nachbarland Mongolei. - Bild: Kristina Kormilitsyna/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin will mit seinem Besuch in der Mongolei auch zeigen, dass er trotz seines Angriffskrieges gegen die Ukraine nicht isoliert ist auf internationaler BĂŒhne. - Bild: Natalia Gubernatorova/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa Ungeachtet eines vom Internationalen Strafgerichtshofs erlassenen Haftbefehls will der russische PrĂ€sident Wladimir Putin in die Mongolei reisen. (Archivbild) - Bild: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa Kremlchef Wladimir Putin besucht ungeachtet des Haftbefehls wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in der Ukraine Russlands Nachbarland Mongolei. - Bild: Kristina Kormilitsyna/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Die Ukraine hat die Regierung der Mongolei wegen des Empfangs des russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin kritisiert und Folgen fĂŒr das Land gefordert. Die Mongolei habe geholfen, dass der wegen des Verdachts von Kriegsverbrechen in der Ukraine gesuchte Putin der Strafjustiz entkomme, teilte der Sprecher des Außenministeriums, Heorhij Tychyj, in Kiew mit. Damit mache sich das Land mitverantwortlich fĂŒr Putins «Kriegsverbrechen». Putin traf am Montagabend in dem Land ein. 

«Wir werden mit unseren Partnern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass dies Konsequenzen fĂŒr Ulan Bator hat», sagte Tychyj. «Das VersĂ€umnis der mongolischen Regierung, den verbindlichen Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshof gegen Putin zu vollstrecken, ist ein schwerer Schlag fĂŒr den Internationalen Strafgerichtshof und das internationale Strafrechtssystem», teilte der Außenministeriumssprecher bei X mit. 

Der Haftbefehl gilt seit MĂ€rz vergangenen Jahres im Zusammenhang mit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Putin ist nach Ansicht der Behörde fĂŒr die Verschleppung ukrainischer Kinder nach Russland verantwortlich. Der Kremlchef will sich an diesem Dienstag mit dem mongolischen PrĂ€sidenten Uchnaagiin ChĂŒrelsĂŒch treffen, auf dessen Einladung er in dem Land ist. Die Nachbarn wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. 

Kreml bleibt gelassen

Russlands Nachbar erkennt den Strafgerichtshof an und mĂŒsste den Kremlchef bei dessen Aufenthalt in Ulan Bator eigentlich festnehmen. Moskau sieht wegen der freundschaftlichen Beziehungen beider LĂ€nder keine Gefahr fĂŒr Putin, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow erklĂ€rt hatte. Es ist Putins erste Reise seit Beginn seines Angriffskrieges gegen die Ukraine in ein Land, das Mitglied des Gerichts in Den Haag ist. 

Die Mongolei bemĂŒht sich um ein ausgewogenes VerhĂ€ltnis zu den mĂ€chtigen Nachbarn China und Russland sowie zum Westen. Weil die Mongolei auch von Russlands Rohstoffen abhĂ€ngig ist, gilt es als unwahrscheinlich, dass das Land die Beziehungen durch eine Festnahme Putins gefĂ€hrdet. Putin will mit seiner Reise auch zeigen, dass er trotz des Krieges auf internationaler BĂŒhne nicht isoliert ist.

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