Strack-Zimmermann, Nato-PrÀsenz

Strack-Zimmermann will Nato-PrÀsenz auf Grönland

04.02.2025 - 16:55:06

Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses, fordert eine PrÀsenz der Nato auf Grönland.

"Angesichts der Bedrohungslage, die seitens der Sicherheitspolitiker seit Jahren beobachtet wird und die mehr denn je akut ist - nĂ€mlich, dass die natĂŒrliche Barriere, das Eis, aufgrund des Klimawandels schmilzt und es dadurch möglich wird, dass russische sowie chinesische Schiffe in den Nordatlantik vordringen können -, ist eine PrĂ€senz der Nato dort unerlĂ€sslich", sagte die FDP-Politikerin dem "Spiegel". Sofern die "Bundeswehr ĂŒber entsprechendes fachliches Potenzial verfĂŒgt, sollte sie sich daran beteiligen, denn es liegt auch in unserem Interesse, dass diese Passage gesichert ist", fĂŒgte sie hinzu. Es mĂŒssten sich allerdings auch weitere europĂ€ische Partner beteiligen, schon allein, "um den USA zu signalisieren, dass sie dort kein alleiniges Hoheitsrecht haben, sondern dass es unserer aller Verantwortung bedarf", sagte Strack-Zimmermann. Laut dem GrĂŒnen-Verteidigungspolitiker Philip KrĂ€mer könnte die Bundeswehr einen wichtigen Beitrag leisten.

"Gerade zum Monitoring russischer Atom-U-Boote hat Grönland eine zentrale geografische Lage. Hier sind die Marineflieger der Bundeswehr ausgewiesene Experten, von deren FĂ€higkeiten auch unsere Alliierten USA und Großbritannien lernen", sagte er dem "Spiegel". Die EU-Staats- und Regierungschefs sprachen bei ihrem verteidigungspolitischen Gipfeltreffen am Montag in BrĂŒssel ĂŒber die Idee einer dauerhaften Nato-PrĂ€senz auf Grönland. Hintergrund sind die AnsprĂŒche von US-PrĂ€sident Donald Trump auf die Insel. Die USA betreiben seit Jahrzehnten MilitĂ€reinrichtungen in Grönland. Der fĂŒr Außen- und Verteidigungspolitik zustĂ€ndige Unions-Fraktionsvize Johann Wadephul rĂ€t dazu, diese in die Nato-Strukturen aufzunehmen. "Grönland allein wird der geballten Herausforderung aus Russland und China womöglich nicht gewachsen sein. Deswegen kann man ĂŒberlegen, die bestehenden US-Strukturen in die Nato einzubetten und auch mit Truppen aus weiteren Mitgliedstaaten zu verstĂ€rken", sagte der CDU-Politiker dem "Spiegel".

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