Studie: Behinderte haben deutlich geringere Lebenserwartung
02.04.2025 - 08:03:03
Wie das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet, ist das eines der Ergebnisse einer von der Unicef koordinierten Studie, die vom deutschen Entwicklungsministerium im Auftrag gegeben wurde und am Mittwoch auf dem "Weltgipfel fĂŒr Menschen mit Behinderung" in Berlin vorgestellt werden soll. In den Ă€rmsten LĂ€ndern betrĂ€gt die Schere bei der Lebenserwartung laut Studie sogar 23 Jahre, wĂ€hrend der Abstand in den reichsten LĂ€ndern immerhin noch bei zehn Jahren liegt.
Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) sagte dem RND, zwar hÀtten 192 LÀnder die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen unterzeichnet, auch Deutschland: "Trotzdem ist die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in keinem Land der Welt zu einhundert Prozent umgesetzt." Kein Land der Welt sei komplett barrierefrei, beklagte sie.
"Dabei ist völlig klar: Inklusion ist ein Menschenrecht", mahnte die SPD-Politikerin. Weltweit leben 1,3 Milliarden Menschen mit einer Behinderung, das sind mehr als 15 Prozent der Weltbevölkerung. Laut der Studie gibt es weltweit auch erhebliche Unterschiede beim Zugang zu Therapien und Hilfsmitteln. WĂ€hrend in den reichsten LĂ€ndern 88 Prozent der Menschen mit Behinderung die erforderlichen Hilfsmittel wie Prothesen, RollstĂŒhle oder HörgerĂ€te erhalten, sind es in den Ă€rmsten LĂ€ndern nur 11 Prozent. Zudem besteht ein starkes GefĂ€lle beim medizinischen Personal. WĂ€hrend beispielsweise in den reichsten LĂ€ndern auf eine Million Einwohner mehr als 900 Physiotherapeuten kommen, sind es in Ă€rmeren LĂ€ndern weniger als 30.


