ParteispendenaffÀre, Japan

ParteispendenaffĂ€re in Japan: Vier Minister treten zurĂŒck

14.12.2023 - 07:51:21

Mitglieder der liberaldemokratischen Partei sollen Einnahmen aus Spendenveranstaltungen nicht richtig deklariert haben. MinisterprÀsident Kishida war deswegen in BedrÀngnis geraten - und handelt nun.

In einem Spendenskandal in Japans Regierungspartei sind vier Minister zurĂŒckgetreten. MinisterprĂ€sident Fumio Kishida werde das Kabinett umbesetzen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Zuvor hĂ€tten KabinettssekretĂ€r Hirokazu Matsuno, Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura, Landwirtschaftsminister Ichiro Miyashita sowie Innenminister Junji Suzuki ihre Ämter zur VerfĂŒgung gestellt.

MinisterprÀsident Kishida war wegen des Skandals zunehmend in BedrÀngnis geraten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt Berichten japanischer Medien zufolge gegen mehrere Mitglieder seiner Liberaldemokratischer Partei (LDP) wegen des Vorwurfs, Einnahmen aus Spendenveranstaltungen nicht richtig deklariert zu haben. Die Gelder sollen in schwarze Kassen geflossen sein.

Im Zentrum steht dabei die grĂ¶ĂŸte konservative Machtgruppe innerhalb der LDP, die einst von dem 2022 bei einer Wahlkampfrede erschossenen Ex-Premier Shinzo Abe angefĂŒhrt wurde. Auch KabinettssekretĂ€r Matsuno sowie die drei anderen von der Umbildung betroffenen Minister sind Mitglieder dieser Gruppierung. FĂŒnf stellvertretende Minister sowie ein parlamentarischer Vizeminister hĂ€tten ebenfalls ihren Posten gerĂ€umt, berichtete Kyodo.

Kishida hatte erst im September sein Kabinett umgebildet. Der Regierungschef der drittgrĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft der Welt hatte sich davon erhofft, die deutlich gesunkenen Zustimmungswerte fĂŒr seine Regierung zu verbessern. In politischen Kreisen in Tokio wurde ĂŒber möglicherweise baldige Neuwahlen zum nationalen Parlament spekuliert.

@ dpa.de