MilitÀrmanöver mit Belarus: Russland testet sein Atomarsenal
21.05.2026 - 17:48:02 | dpa.de
Zum Abschluss eines groĂangelegten Manövers hat Russland ein ganzes Arsenal nuklear bestĂŒckbarer Raketen getestet. Eine interkontinentale Atomrakete des Typs Jars wurde aus Nordrussland auf ein Zielgebiet auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka abgefeuert, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte.
Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin und sein VerbĂŒndeter Alexander Lukaschenko aus Belarus verfolgten nach Kreml-Angaben das Manöver am Bildschirm. Die Triade land-, see- und luftgestĂŒtzter Nuklearwaffen werde immer als «Garant der SouverĂ€nitĂ€t des Staatenbundes Russland und Belarus» dienen, sagte Putin. Die Waffen dienten nur der Verteidigung. Russland werde sein Arsenal erneuern, sich aber nicht in ein WettrĂŒsten verwickeln lassen.
Raketenstarts von Atom-U-Booten
Atomgetriebene russische U-Boote feuerten nach MilitĂ€rangaben Raketen der hochmodernen Typen Zirkon und Sinewa ab. Kampfjets MiG-31 schossen mit Hyperschallraketen Kinschal, Langstreckenbomber Tu-95 mit weiteren Raketen. Einheiten der belarussischen Armee starteten demnach auf dem TestgelĂ€nde Kapustin Jar in SĂŒdrussland eine ballistische Rakete Iskander-M.
Belarus und Russland bedrohten niemanden, seien aber bereit, das gemeinsame Vaterland von Brest bis Wladiwostok zu verteidigen, sagte Lukaschenko den Angaben nach. Die StreitkrĂ€fte beider LĂ€nder hatten seit Dienstag das Zusammenspiel beim Einsatz nuklearer Waffen geĂŒbt. Russland hat in Belarus seine neueste Mittelstreckenrakete Oreschnik stationiert. Es nimmt damit Belarus unter seinen Atomschirm, vergröĂert aber auch die Kontrolle ĂŒber das Nachbarland.
Ăbungen der sogenannten nuklearen Triade sind durchaus ĂŒblich. Das Manöver fiel diesmal in eine Zeit verschĂ€rfter Spannungen zwischen den europĂ€ischen Staaten und Russland. Moskau zeigte demonstrativ seine militĂ€rische Macht, nachdem der Krieg gegen die Ukraine feststeckt und diese SchwĂ€chen auch bei der reduzierten Parade zum Tag des Sieges am 9. Mai spĂŒrbar wurden.
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