Putin, Ausland

Putin will sich nicht im Ausland mit Selenskyj treffen

05.09.2025 - 09:44:50

Nach außen gibt sich Kremlchef Putin weiter gesprĂ€chsbereit. Doch dafĂŒr mĂŒsste Selenskyj zu einer Audienz nach Moskau kommen, die laut Putin aber ohnehin keinen Frieden bringen könnte.

Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin hat die Forderung nach einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj an einem Verhandlungsort im Ausland zurĂŒckgewiesen. Wenn sich Selenskyj mit ihm treffen wolle, aber gleichzeitig von ihm fordere, dafĂŒr irgendwohin zu reisen, dann sei das zu viel verlangt, sagte Putin auf dem Wirtschaftsforum in Wladiwostok. «Der beste Ort dafĂŒr (fĂŒr ein Treffen) ist die Hauptstadt der Russischen Föderation, die Heldenstadt Moskau», sagte er. Selenskyj hatte zuvor ein Treffen in Moskau abgelehnt.

Nach ukrainischen Angaben gibt es sieben LÀnder, die bereit sind, einen Gipfel auszutragen. Putin beharrte in Wladiwostok auf dem von ihm bereits bei seinem Besuch in China vorgeschlagenen Verhandlungsort Moskau. Die Sicherheit der GÀste werde zu 100 Prozent gewÀhrleistet, sagte er. 

GesprĂ€che in Moskau wĂŒrden die Verhandlungsposition des Kremls, der sich an der Front weiter im Vorteil sieht, durch den Heimvorteil weiter stĂ€rken. 

Zugleich bezweifelte Putin erneut den Sinn solcher GesprÀche zwischen ihm und Selenskyj grundsÀtzlich, indem er einmal mehr die LegitimitÀt des ukrainischen PrÀsidenten infrage stellte. Seine Amtszeit lief im Vorjahr offiziell aus, verlÀngert sich aber wegen des Kriegsrechts. 

Putin behauptete, Ergebnisse könnten Verhandlungen mit Selenskyj nicht bringen, da er keine rechtlichen Befugnisse mehr habe, etwas zu unterzeichnen. Das ukrainische Kriegsrecht sieht vor, dass wÀhrend des Kriegs keine Wahlen abgehalten und die Befugnisse des PrÀsidenten daher verlÀngert werden. Putin hatte seinen Krieg gegen die Ukraine im Februar 2022 begonnen.

@ dpa.de