BeschrÀnkungen, Trump

Meta hebt restliche BeschrĂ€nkungen fĂŒr Trump auf

13.07.2024 - 09:42:31

Nach dem Sturm seiner AnhÀnger auf das Kapitol in Washington wurde Donald Trump auf Online-Plattformen gesperrt. Zur anstehenden Wahl bekommt er dort wieder alle Freiheiten.

Der Facebook-Konzern Meta hebt vor der heißen Phase des Wahlkampfs ums Weiße Haus die restlichen EinschrĂ€nkungen fĂŒr Ex-PrĂ€sident Donald Trump auf. Damit drohen ihm nicht mehr hĂ€rtere Strafen bei RegelverstĂ¶ĂŸen. 

Seine Accounts bei Facebook und Instagram hatte Trump bereits Anfang 2023 zurĂŒckbekommen. Er hĂ€tte als WiederholungstĂ€ter aber schon bei kleineren Verletzungen gegen Regeln der Plattformen wieder verbannt werden können.

Meta verwies nun in einem Update des damaligen Blogeintrags darauf, dass Trump bald offiziell als PrĂ€sidentschaftskandidat der Republikanischen Partei nominiert werde. Und die Öffentlichkeit habe das Recht, von den Kandidaten beider Parteien auf der gleichen Grundlage zu hören. Zugleich betonte der Konzern, dass fĂŒr alle Kandidaten grundsĂ€tzlich weiter alle Regeln gelten, die zum Beispiel Hassrede oder Beleidigungen von der Plattform fernhalten sollen.

Verbannung nach Sturm auf das Kapitol

Trump wurde gegen Ende seiner Amtszeit bei großen Online-Plattformen gesperrt, nachdem seine AnhĂ€nger am 6. Januar 2021 den Sitz des US-Parlaments in Washington gestĂŒrmt hatten. Vor den beispiellosen Ereignissen hatte er seine AnhĂ€nger angestachelt mit der haltlosen Behauptung, er sei durch Betrug um den Sieg bei der PrĂ€sidentenwahl 2020 gebracht worden. 

In seinen Online-Botschaften vor und nach der Kapitol-Attacke zeigte er offen Sympathie fĂŒr die Randalierer. Die Plattformbetreiber befĂŒrchteten, dass es neue Gewalt geben könnte, wenn Trump nicht verbannt wird.

Der Facebook-Konzern hatte Trump zunĂ€chst bis auf weiteres verbannt. Doch das unabhĂ€ngige Aufsichtsgremium von Meta, das Entscheidungen zu Inhalten und Accounts auf den PrĂŒfstand stellen kann, kam letztlich zu dem Schluss, dass eine unbefristete Sperre nicht von den Regeln der Plattform gedeckt sei. Es entschied, dass Trumps Accounts bei Facebook und Instagram zunĂ€chst nur fĂŒr zwei Jahre blockiert werden dĂŒrften - und danach neu abgewogen werden mĂŒsse.

 

 

@ dpa.de