Ausland, Mali

Wehrbeauftragte hĂ€lt schnelleren Mali-Abzug fĂŒr nötig und möglich

01.07.2023 - 00:04:52

Nach dem Votum des UN-Sicherheitsrates fĂŒr ein Ende der UN-Mission Minusma hĂ€lt die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl (SPD), einen rascheren Abzug der Bundeswehr aus Mali fĂŒr nötig und möglich.

"Nach dem Beschluss des UN-Sicherheitsrates ĂŒber die Beendigung der Mission Minusma muss der Abzug der Bundeswehr und der internationalen KrĂ€fte bis Ende 2023 erfolgen", sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben). "Darauf ist die Bundeswehr eingestellt, zumal die RĂŒckverlegung seit Wochen vorbereitet wird und bereits lĂ€uft. Ein neues Mandat des Bundestages braucht es dafĂŒr voraussichtlich nicht, da das Mandat schon eine flexible Handhabung vorsieht."

Höchste PrioritĂ€t habe der Schutz der deutschen Soldaten, der internationalen KrĂ€fte und der zivil BeschĂ€ftigten, so Högl. "Deshalb braucht es einen geordneten und sicheren Abzug in enger Abstimmung und gemeinsam mit unseren Partnern." Der UN-Sicherheitsrat hatte am Freitag ein Ende der Mission in dem westafrikanischen Land auf den Weg gebracht. Die Mission solle nach einer Übergangsfrist von sechs Monaten zum Jahresende beendet werden, entschied der Rat per Resolution in New York. An der Mission ist auch die Bundeswehr beteiligt. Der Bundestag hatte zuletzt beschlossen, das Bundeswehr-Mandat bis zum 31. Mai 2024 zu beenden, da sich die unter russischem Einfluss stehende malische MilitĂ€rjunta zunehmend feindlich verhielt. Weil Malis MilitĂ€rregierung Mitte Juni den Abzug aller rund 12.000 UN-Friedenssoldaten forderte, ist eine neue Situation entstanden.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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